Reinach
Die Silhouette von Reinachs Dorfkern verändert sich

In Reinachs Dorfkern entstehen 49 Wohnungen in einem lang gezogenen Trakt und ein Kopfbau mit Büros. Mit «Wohnen im Alter mit Service und Hausmeister» bewirbt die Sensato AG als Betreiberin die Alterswohnungen mit der Möglichkeit für die Bewohner, Dienstleistungen nach Bedarf zu beziehen.

Peter Siegrist
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Architekt Josef Lichtmannegger auf dem Baugerüst, im Hintergrund «Schneggen» und Lindenplatz.

Architekt Josef Lichtmannegger auf dem Baugerüst, im Hintergrund «Schneggen» und Lindenplatz.

Geplant und gebaut wird die «Casa Schneggli» von der Generalunternehmung Kurt Weber, Bauherr ist die Aargauische Pensionskasse.

Nach dem Spatenstich vor einem Jahr gruben sich die Bauarbeiter auf der Grossbaustelle mitten in Reinach vorerst in die Tiefe. Damit das Fundament und die Untergeschosse trockenen Fusses gebaut werden konnten, musste vorübergehend der Grundwasserspiegel abgesenkt werden.

«Heute fliesst das Grundwasser wieder auf normalem Niveau durch, Keller und Tiefgarage stehen abgedichtet im Grundwasserstrom», erklärt der bauleitende Architekt Josef Lichtmannegger.

Hochbau weit fortgeschritten

Die Decke des 2. Obergeschosses (OG) des Kopfbaus ist betoniert, hier folgt das Attikageschoss. Beim Wohntrakt sind die Untergeschosse, das Erdgeschoss und die Decke des 1. OG fertig, die Wände des 2. OG sind in Arbeit. Das 3. OG und das Attikageschoss folgen. Vom 1. OG aus lässt sich bereits erahnen, welchen Ausblick die Bewohner einst haben werden. Der ganze Baukörper, Decken und Wände, werden in Stahlbeton ausgeführt, ein Teil der Zwischenwände wird in Elementbauweise vorbetoniert und eingebaut.

Lichtmannegger ist mit dem Baufortschritt zufrieden. Wenn es auch wegen der Grundwasserabsenkung und des strengen Winters Verzögerungen gegeben habe, seien die Bauarbeiter jetzt wieder im Zeitplan.

Während die Bauarbeiter nach den Ferien ab nächster Woche in den oberen Geschossen weiterbetonieren, montieren die Elektriker in den Untergeschossen erste Installationen.

Für die Detailplanung im Innenausbau arbeiten die Baufachleute mit der Betreiberin der Alterswohnungen, der Sensato AG, zusammen. «Damit die Alterswohnungen den Bedürfnissen älterer Menschen entsprechen, sind beim Ausbau viele Details zu berücksichtigen», sagt Lichtmannegger. Keine Schwellen zwischen den Türen, pflegeleichte Böden, Haushaltgeräte mit klaren Bedien-Elementen. Alle Wohnungen sind behindertengerecht. Mieterinnen und Mieter sollen auch dann in den Wohnungen bleiben können, wenn sie nicht mehr gut zu Fuss sind.

Ein Drittel schon vermietet

Von den 49 Mietwohnungen haben 33 zweieinhalb Zimmer, 6 dreieinhalb Zimmern und 6 eineinhalb Zimmer. Das Attikageschoss bilden drei Einheiten mit zwei Attikawohnungen mit je einer viereinhalb- und einer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung sowie einem Aufenthaltsraum. Wie Sensato auf Anfrage mitteilt, umfasst die Interessentenliste für eine Wohnung bereits 70 Parteien. Ein Drittel der 49 Wohnungen sei ab Plan vermietet worden.

Im Erdgeschoss des Kopfbaus wird die UBS-Filiale Reinach einziehen. Das 2. OG wird von der Stiftung Schürmatt in Zetzwil für Therapien und Beratungen gemietet. Wer einst im 1. OG und im Attika einzieht, ist offen. Ende Februar 2013 soll die ganze Anlage bezugsbereit sein.