«Heute Ruhetag». Das Schild steht vor der Eingangstüre der Attelwiler «Schmiedstube». Rund zwei Monate stand es da. Bald wird es nur noch montags vor dem Restaurant stehen. Manuela Loosli wird am Freitag die Tür öffnen und wieder Gäste empfangen.

Sie habe das Inserat gesehen und mit dem Besitzer der Schmiedstube, mit Willi Lehmann, ein wenig übers Wirten gesprochen. Dabei gedacht habe sie sich nicht viel. Doch die «Schmiedstube» liess sie irgendwie nicht mehr los.

Mit einer Freundin fuhr sie nach Attelwil, schaute sich das Restaurant an. Und dann war es um sie geschehen. «Es hat mir einfach gefallen», sagt sie. Ihr Bauchgefühl sagte Ja. Und darauf verliess sie sich.

Seit einigen Tagen richtet sie nun das Restaurant ein. Sie räumt das Geschirr an seinen Platz, tüftelt an der neuen Karte und ordnet die Küchenutensilien. Die Küche notabene ist nigelnagelneu, noch sind nicht alle Geräte angeschlossen. Daneben richtet Manuela Loosli auch ihre kleine Wohnung im ersten Stock des Restaurants ein: «Für mich war klar, dass ich nach Attelwil zügeln will», sagt sie.

Zuvor war sie im Luzernischen

Mit ihren 24 Jahren bringt die neue Schmiedstube-Wirtin bereits Erfahrung im Gastrobereich mit. Sie führte zwei Jahre das Restaurant Rössli im luzernischen Uffikon, das um einiges grösser ist als die «Schmiedstube» in Attelwil.

Zuvor arbeitete sie in Restaurants in Basel, Arosa und auch in der Seerose in Meisterschwanden, die Lehre zur Köchin absolvierte sie in einem Fischrestaurant in Biel. Schon früh wollte sie Köchin werden. «Kochen ist abwechslungsreich und das gefällt mir.»

Im Restaurant Schmiedstube möchte sie mit regionalen und saisonalen Produkten kochen. «Wenn man diesen Beruf gelernt hat, sollte man mit frischen Produkten arbeiten, sonst macht es in der Küche keinen Spass», ist sie überzeugt. Jetzt müsse sie nur noch herausfinden, welche Produkte sie wo bekommen kann. «Im Suhrental wird vieles produziert, das möchte ich nutzen können.»

Das Rahmschnitzeli fehlt nicht

Auf ihr Alter werde sie viel angesprochen: Dass jemand mit 24 Jahren bereits eine Beiz pachtet, ist nicht alltäglich. «Das stört mich aber nicht. Mir gefällt es, dass ich Verantwortung übernehmen kann», sagt sie. Sie sei sich auch im Klaren, dass der Start nicht ganz einfach werden könnte.

Aber sie ist überzeugt, mit einer gut bürgerlichen Küche die Gäste wieder nach Attelwil locken zu können. «Schwankungen beispielsweise bei den Mittagsmenüs, gibt es immer. Deshalb ist eine gute Organisation sehr wichtig», sagt sie. Künftig soll es zwei Mittagsmenüs und einen Wochenhit geben, am Abend «à la carte».

Die Speisekarte ist zwar noch nicht ganz fertig, sicher aber wird ihr Rahmschnitzeli darauf zu finden sein. Und in den Wintermonaten will sie ein Fondue-Stübli einrichten. «Ich will mit einer kleinen Karte beginnen und jetzt zuerst herausfinden, was meine Gäste möchten.» Denn Manuela Looslis Ziel ist klar: «Die ‹Schmiedstube› ist ein Restaurant für alle.»