Reitnau
Die Reitnauer Männer singen, was das Zeug hält

Der Männerchor aus Reitnau unterhielt am Samstag mit bekannten Seemannsliedern und Schlagern trefflich. Das freute Dirigentin Barbara Steigner, sie witzelte: «die Männer gehorchen mir sogar, meistens.» Nach dem Konzert gings zum Schwank auf die Alp.

Peter Weingartner
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Älpler mit Journalistin
27 Bilder
Bären auf der Alp
Bärti mags Gemütlich
Der Präsident beim Solo
Der Präsi in Aktion
Begleitmusik
Die Bären kommen
Fridi mit Schnaps
Barbara Steinger dirigiert
Die Bären kommen zum Männerchor Reitnau
Die Bären sind da
Fridi packt den Zechpreller
Fridi und der Angeschossene
Hohe Konzentration
Höchste Konzentration
Fröhliche Männer
Steinger in Aktion
Männer machen Show
Inbrunst
Männerstimmen
Offene Münder
Operation
Pleitier umgarnt Älpler
Sie könnens auch ohne Noten
Showmen
Präsident und Moderator
Pleitier während Operation

Älpler mit Journalistin

Peter Weingartner

Volle Mehrzweckhalle für die Männerchörler, die sich mit der letzten Zugabe selbstironisch als «alte Säcke» bezeichneten. Vorher aber gings auf Reisen, getreu dem Motto des Abends: «Leinen los!» Das Lied «Grüss mir die Reben, Vater Rhein» führte gemäss Moderator Heinz Sommer an 56 weissen und 26 roten Rebsorten vorbei ans Meer. Feucht-fröhlich gestand der Chor darauf seine Liebe zu Stürmen und vor Madagaskar überlebte er singend gar die Pest an Bord.

Mit durchwegs bekannten Melodien erfreuten die 18 Männer unter der Leitung von Barbara Steinger das Publikum. Dass die Männer auf ihrer Kreuzfahrt auch an gesangliche Grenzen stiessen, etwa bei «Conquest of Paradise», tat der Stimmung keinen Abbruch.

Fernweh, Süden, leichtes Leben. Welches Lied drückt das besser aus als die «Capri Fischer», mit ihrem «Bella, bella, bella Marie»? Etwas Sentimentalität und Melancholie gehören dazu, auch bei Freddy Quinns Jungem, der bald wieder kommen soll.

Mitsummen wohl, mitschunkeln weniger: Das überliess das Publikum trotz Aufforderung dem Chor selber. Dafür geizte es nicht mit Applaus, was die Dirigentin zum Schwärmen von «ihren» Männern brachte: «Stellt euch vor, wie schön ichs habe, 20 Männer, und alle hören mir zu, gehorchen mir sogar, meistens.» Christine Sigg (Klavier), Jörg Wiget (Akkordeon) und Jasmin Nigg (Gitarre) begleiteten den Chor an ihrem Konzert.

Viel zu lachen gabs beim Einakter «Bäre uf de Alp». Auf Bärti und Fridis Alp hat sich ein Manager aus dem grossen Kanton eingenistet und will den Älplern eine aggressive Vermarktung ihrer Alp beliebt machen. Natürlich kommt es anders, zumal eine Jung-Journalistin dem Eventmarketingmann eine Ladung Schrot in den Hintern jagt, in der Meinung, auf einen Bären zu schiessen. Die Tierärztin, bestellt, den Muni zu kastrieren, nimmt sich des Wirtschaftspleitiers an. Situationskomik, Wortwitz und das komödiantische Spiel waren ganz nach dem Gusto des Publikums.