Interpellation

Die Reinacher Moschee ist nun ein Thema im Nationalrat – wegen eines EDU-Politikers

Streit um Finanzierung der grössten Aargauer Moschee

Streit um Finanzierung der grössten Aargauer Moschee: So berichtet TeleM1 zum Vorstoss von Andreas Gafner.

Im aargauischen Reinach wird zurzeit die grösste Moschee des Kantons gebaut. Aber woher kommt das Geld für diesen Riesenbau? Diese Frage stellen sich nicht etwa die Kritiker aus Reinach selber, sondern der EDU-Nationalrat Andreas Gafner aus dem bernischen Oberwil im Simmenthal.

Er wohnt im Simmental im Berner Oberland und ist seit Dezember einziger Nationalrat der EDU. Andreas Gafner (49) sagt, das Thema aus dem fernen Wynental sei ihm zugetragen worden. Und er betont: «Ich möchte keine Vorwürfe machen. Mir geht es in erster Linie darum, dass Transparenz geschaffen wird, woher das Geld für den Bau der Moschee stammt und ob es etwa aus undemokratischen Drittstaaten kommt. Das ist sicher auch im Interesse der moderaten Muslime.» Gafner lehnt sich in seinem Vorstoss an die Argumentation von Saida Keller-Messahli an.

Er fragt etwa: «Liegen dem Nachrichtendienst des Bundes und anderen Behörden Informationen vor, die eine Finanzierung der Tulipan-Moschee in Reinach aus dem Ausland bestätigen?» Und: «Welche Massnahmen ergreift der Bund, um die Errichtung von Moscheen in der Schweiz zu verhindern, in denen gegen die Demokratie, Religionsfreiheit und Menschenrechte agitiert wird?»

Die Tulipan-Bauherren betonen, die Moschee werde aus Spenden und mit einem Kredit der Bank Leerau finanziert. (asu/uhg)

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