Kölliken baut
Die Raiffeisenbank vergrössert ihren Geschäftssitz in Kölliken

Die Raiffeisenbank erweitert ihren Geschäftssitz, damit das ausgelagerte Service-Center nach Kölliken zurückkehren kann. In einer Serie werden Bauprojekte in Kölliken gezeigt, die Zentrumscharakter haben, aber nicht auf dem Dorfplatz entstehen (2/3).

Von Lilly-Anne Brugger
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Der Aushub für die Tiefgaragenerweiterung unter dem Neubau der Raiffeisenbank.

Der Aushub für die Tiefgaragenerweiterung unter dem Neubau der Raiffeisenbank.

Lilly-Anne Brugger

«Wenn wir unser Projekt auf dem Dorfplatz hätten verwirklichen können, dann hätte es eine Begegnungsbank wie in Lenzburg gegeben», sagt Susanne Kurmann und meint damit eine Raiffeisen-Geschäftsstelle, die nicht nur Bank, sondern beispielsweise auch ein Café ist. Doch es kam anders. Der Dorfplatz ist noch immer ein Kiesplatz und die Raiffeisenbank entschloss sich, ihre bestehende Geschäftsstelle in Kölliken zu vergrössern. «Hier besitzen wir das ganze Gebäude, wir sind nicht Mieter», sagt Kurmann. Sie ist Mitglied der Bankleitung und leitet den Bereich Services, dem auch das Service-Center angehört, das sich seit 2008 in Aarau in gemieteten Räumen befindet.

Mit dem Anbau, dessen Spatenstich am 5. Mai stattgefunden hat, soll es genug Platz geben, damit das Service-Center wieder nach Kölliken zurückkehren kann. «Das verkürzt die Wege und macht die Kommunikation einfacher», freut sich Kurmann.

Kölliken wichtiger Standort

Dorfzentrum Serie

In einer Serie werden Bauprojekte in Kölliken vorgestellt, die Zentrumscharakter haben, aber nicht auf dem Dorfplatz entstehen. Die Kurt Baumann AG baut ein neues Gebäude, in dem Büroräumlichkeiten auch die Apotheke Platz finden werden und auf dem Vorplatz der renovierten Metzgerei Sandmeier gibt es neu einen Gemüsemarkt. Heute: Die Raiffeisenbank erweitert ihren Geschäftssitz, damit das ausgelagerte Service-Center nach Kölliken zurückkehren kann. (lbr)

Im vergangenen Jahr hat die Valiant-Bank ihre Filiale in Kölliken aufgegeben. Die Raiffeisenbank hingegen hält an Kölliken fest und stärkt den Standort mit der Rückkehr des Service-Centers. «Wir haben hier in Kölliken und Umgebung eine sehr gute Marktdurchdringung, deshalb wollen wir auch nah beim Kunden bleiben», sagt Kurmann. Eine Aufgabe der Geschäftsstelle komme überhaupt nicht infrage.

Der dreigeschossige Neubau ist sogar etwas grösser konzipiert als von der Bank zurzeit wirklich benötigt. Der oberste Stock bleibe in einem Edel-Rohbau und werde noch nicht genutzt, so Kurmann. Der Standort Kölliken soll also weiterwachsen und wird zum administrativen Zentrum für die anderen Geschäftsstellen der Raiffeisenbank - auch wenn er seit der vergangenen Delegiertenversammlung nicht mehr im Namen der Bank vorkommt: Der Name wird von Kölliken-Entfelden auf Aarau-Lenzburg geändert.

Wie dem Protokoll der Delegiertenversammlung zu entnehmen ist, hat sich der Kölliker Gemeindeammann Fredy Gut für den Erhalt von Kölliken im Namen der Bank starkgemacht. Er begründete, dass das Wachstum der Bank ursprünglich von Kölliken ausgegangen sei. Der Verwaltungsrat hielt dagegen, dass mit dem Namen Aarau-Lenzburg das Geschäftsgebiet und die Wirtschaftsräume besser abgebildet seien. «Auch wenn Kölliken aus dem Banknamen verschwindet, wir halten an Kölliken fest», betont Kurmann. Schliesslich würden nach dem Umzug rund 50 Prozent der Angestellten der Raiffeisenbank Aarau-Lenzburg in Kölliken arbeiten.

Nähe zum Zentrum bleibt

Der Neubau der Raiffeisenbank wird als separates Gebäude hinter dem bestehenden Bankgebäude im Plusenergiestandard Minergie A realisiert, verbunden durch eine Passerelle. Ausserdem werden die Räume der Wohnung oberhalb der Bankräume umgebaut und künftig als zusätzliche Büros genutzt. In dem Monat seit dem Spatenstich wurde der Aushub für die Tiefgarage realisiert, die ebenfalls vergrössert wird. «Wir liegen gut im Plan, der Umzug des Service-Centers ist für Februar oder März 2015 geplant», so Susanne Kurmann. Wenn sie sich wünschen könnte, was auf dem Dorfplatz nun ohne Raiffeisenbank entstehen soll, so sieht sie viel Potenzial für Ladengeschäfte. «Und auch wenn wir nun nicht auf den Dorfplatz ziehen, die Nähe zum Kölliker Zentrum bleibt trotzdem bestehen.»