Schöftland
Die Premiere verlief nach Plan: Für Julie lief alles wie am Schnürchen

Die positive Bilanz nach den ersten Aufführungen des Freilichttheaters freut die Präsidentin des Vereins Theaters und des Gemeinnützigen Frauenvereins. Nur auf den Beizenbetrieb kann man die Gäste noch etwas besser aufmerksam machen.

Christine Wullschleger
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Das Freilichttheater «Julie oder die Gerechtigkeit» ist gut gestartet in Schöftland. Chris Iseli

Das Freilichttheater «Julie oder die Gerechtigkeit» ist gut gestartet in Schöftland. Chris Iseli

Chris Iseli

Der Gemeinnützige Frauenverein Schöftland und Umgebung feiert ungewöhnliche Jubiläen mit ungewöhnlichen Festen: Zum 111. Geburtstag beschenkten sich die Frauen mit einem eigens auf die Beine gestellten Theater gleich selbst. Am vergangenen Freitag feierte «Julie oder die Gerechtigkeit», geschrieben von Peter Weingartner, im Schlosshof Premiere – notabene nach monatelanger Vorbereitung.

«Die Premiere des Freilichttheaters ist sehr gut verlaufen, alles hat geklappt», bilanziert Dorothee Doswald, die Präsidentin des Vereins Theater Julie und des Gemeinnützigen Frauenvereins. Die Premiere sei zwar nicht ausverkauft gewesen: Rund 77 Prozent der Zuschauerplätze waren besetzt. «Wir haben nur positive Rückmeldungen bekommen, es ist alles wie am Schnürchen gelaufen», sagt sie weiter. Auch am Samstagabend waren die Tribünenplätze trotz Regen gut ausgelastet. «Wir sind sehr zufrieden damit», sagt Doswald. «Wir konnten das Spiel nun auch bei Regen üben», ergänzt sie mit einem Augenzwinkern.

Julies Kampf für Frauenrechte
4 Bilder
Esther von May (Samira Heimberg) liebt den Rossknecht Baschi (Dave Heimberg), heiratet aber einen von Hallwyl.
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Statisten zeigen ein lebendiges Dorfleben.

Julies Kampf für Frauenrechte

Chris Iseli

Bereits jetzt freut sich Dorothee Doswald auf die nächste Aufführung am Mittwoch. Perfekte Wetterbedingungen sind angesagt, Sonne und warme Temperaturen. «Der Sommer kommt zurück.» Bereits seien für Mittwoch rund 94 Prozent der Tickets verkauft, auch für Freitag gebe es nur noch wenige Tickets.

OK schaltet Glocke selbst ab

Erst kurz vor der Premiere am vergangenen Freitag stand fest, dass der Stundenschlag der Kirche Schöftland, die sich direkt neben dem Schlosshof befindet, an- und abgeschaltet werden kann. «Die Zusammenarbeit mit der Kirche war wunderbar. Es ist aufwendige Handarbeit und so sind es Personen aus dem OK selbst, die den Glockenschlag jeweils ab- und wieder anschalten», sagt sie. An den zwei Aufführungen habe dies bestens geklappt.

Auf der Bühne ist also alles nach Plan gelaufen, neben der Bühne sieht Dorothee Doswald noch Verbesserungspotenzial. Vielen Besuchern sei nicht bewusst gewesen, dass die Beizen ab
18 Uhr geöffnet seien. «Dafür müssen wir nun noch ein wenig werben», sagt sie.