Unterkulm
Die neuen «Sonne»-Wirte setzen auf gutbürgerlich bis «à la carte»

Ende Oktober haben Daniela Lutz und Ali Isbert den Gasthof «Sonne» neu eröffnet. Der Bezirkshauptort erhält damit einen Treffpunkt im Herzen des Dorfes zurück.

Jürg Nyffenegger
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Daniela Lutz und Ali Isbert freuen sich auf viele Gäste in der wiedereröffneten «Sonne».

Daniela Lutz und Ali Isbert freuen sich auf viele Gäste in der wiedereröffneten «Sonne».

Jürg Nyffenegger

Die «Sonne» in Unterkulm, ein traditionelles Restaurant mitten im Dorfkern, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Sie war in den letzten Jahren mehrmals neu verpachtet worden, dann wieder geschlossen. Seit dem 25. Oktober empfängt die «Sonne» unter der neuen Führung von Ali Isbert und Daniela Lutz wieder Gäste. Die neuen Gastwirte sind voller Optimismus, dass es diesmal klappt.

Ali Isbert kommt ursprünglich aus der Türkei, lebt aber seit 40 Jahren in der Schweiz und spricht einwandfreies Schweizerdeutsch. Er bringt als Wirt langjährige Erfahrung mit. Zuletzt führte er das Café Sevilla in Aarau. Seine Kollegin kommt aus dem Kanton Thurgau. «Uns gefällt es hier», sagen die beiden. Und die Gäste spüren eine Art Aufbruchstimmung. «Was bisher war, was da genau passiert ist, interessiert uns nicht», sagt der neue Wirt. «Wir wollen hier etwas aufbauen, und das nicht nur für ein paar Wochen.»

Angst davor, dass ihr Engagement ebenso scheitern könnte wie das der Vorgänger, haben Daniela Lutz und Ali Isbert nicht. Natürlich brauche es Mut, denn das Restaurantsterben kennen die beiden Neuen in der «Sonne» durchaus. Eben hat das Unterkulmer Restaurant «Wyna» seine Türen geschlossen. «Das ist indessen auch eine Chance, denn wer die ‹Wyna› besucht hat, kommt hoffentlich jetzt zu uns», meint Daniela Lutz.

Gutbürgerliches Angebot

Die «Sonne» ist fast immer offen, von zehn Uhr bis ... «Ja, bis wann denn? – So lange, wie wir Gäste haben», meint Isbert. Am Montag ist Ruhetag, da bleibt die «Sonne» geschlossen.

In der Restaurantküche steht Daniela Lutz. Sie kocht sogenannt gutbürgerlich, bereitet zum Beispiel schmackhafte Mittagsmenüs vor, «Menüs, die es für wenig Geld gibt». Die «Sonne» bietet ihren Gästen aber auch Speisen «à la carte» an und natürlich alle Getränke, die das Herz begehrt. «Wir bieten an, was der Gast wünscht», betont der neue Wirt, «denn die besten Gäste sind jene, die wiederkommen und weitererzählen, dass man sich bei uns wohl fühlt und dass man gut bedient wird.»

Es ist zu hoffen, dass dem Unterkulmer Sonnenaufgang nicht bereits nach wenigen Wochen der erneute Sonnenuntergang folgt. Jedenfalls fehlt es den neuen Wirten nicht an Engagement und Motivation. Und für den Bezirkshauptort ist ein Treffpunkt mitten im Dorf ein Gewinn. So sagte doch einst der ehemalige Besitzer des Gasthofs, Jürg Berger: «Die ‹Sonne› braucht Unterkulm und Unterkulm braucht die ‹Sonne›.»

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