Kunsteisbahn Oberwynental

Die neue Zamboni kam über den Gotthard — Nun wurde sie in Reinach eingeweiht

Zaghaft landete die neue Eisreinigungsmaschine der Kunsteisbahn Oberwynental erst auf dem Teer, dann auf dem Eis

Zaghaft landete die neue Eisreinigungsmaschine der Kunsteisbahn Oberwynental erst auf dem Teer, dann auf dem Eis

Die Kunsteisbahn Oberwynental in Reinach hat ihre neue Eisreinigungsmaschine in Betrieb genommen. Fünf Jahre glättete sie zuvor das Eis bei einem Eishockey-Topklub im Tessin.

«33 Johr het sie ghebt, aber jetzt esch wörkli fertig.» Die Kunsteisbahn Oberwynental und ihr Betriebsleiter Peter Küng mussten sich von ihrer alten Eisreinigungsmaschine trennen. Doch keine Sorge: Die Schlittschuhkufen gleiten weiterhin ruckelfrei übers Eis. Denn die neue Maschine (umgangssprachlich: Zamboni) hat es schon nach Reinach geschafft. Nach einer weiten Reise über den Gotthard.

Peter Küng, in der National Hockey League für die Einteilung der Schiedsrichter zuständig, hat seine Beziehungen ins Tessin spielen lassen. So kam es zum Kontakt mit dem HC Lugano, in dessen Cornèr Arena die Zamboni zuvor fünf Jahre im Einsatz war. Für 80 775 Franken hat die Maschine den Besitzer gewechselt, nach Tessiner glättet sie nun Wynentaler Eis.

Neue Maschine ist komplett batteriebetrieben

Gestern kam es zur feierlichen Einweihung. «Meister-Eis hat sie noch nicht putzen dürfen», sagt Gemeinderat und Sportvorsteher Julius Giger mit Blick auf die Titel-Durststrecke der Luganesi. «Vielleicht ist es ja dann bei uns so weit.» Schliesslich hätten die Damen des Schlittschuhklubs Reinach durchaus Chancen, oben mitzuspielen.

Optisch unterscheidet sich das neue Gefährt nur unwesentlich vom alten: Die Farbe ist weiss, nicht blau, statt eine sind es zwei Bandenwalzen. In der Mitte vom Steuerrad prangt eine schmucke Eisflocke, auf der Front lacht ein Comic-Gesicht mit Zahnlücke. Die wahren Unterschiede liegen im Innern der Maschine. Lief die alte Zamboni noch mit einem Benzinmotor, ist sie jetzt komplett batteriebetrieben. Acht bis zehn Jahre sollten die Batterien halten, erklärt Giger. «Ersetzen kostet uns 12'000 Franken.» Weil die Maschine der Gemeinde gehört, führt sie auch die jährliche Wartung durch.

Den drei Reinacher Eismeistern, Peter Küng, Heinz Eichenberger und Heinz Rupp, macht ihr neues «Schmuckstück» jedenfalls jetzt schon Freude. Sie hoffen, dass sie es sehr lange brauchen dürfen. Am Allerliebsten noch einmal 33 Jahre.

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