Reinach
Die neue Gastgeberin im Restaurant Schneggen erweitert das Gastro-Angebot

Ritter, Burgfräulein oder Leibeigene – am grossen Tisch im Restaurant Schneggen haben sie alle Platz. Oder doch lieber ein Romantik-Dinner für zwei im Turmzimmer? Dies bietet neu der Schneggen an.

Peter Siegrist
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Gastgeberin Marianna Hold deckt mit der Serviceangestellten Beatrice Stutz die Tafel. psi

Gastgeberin Marianna Hold deckt mit der Serviceangestellten Beatrice Stutz die Tafel. psi

Die neue Gastgeberin im Hotel und Restaurant Schneggen, Marianna Hold, erweitert das Gastro-Angebot im und ums Haus.

«Als ich mich zu Beginn meiner Zeit im Keller unten an den grossen Tisch setzte», erzählt Marianna Hold, «da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: In diesem Raum muss etwas geschehen.»

So habe sie die besonderen Räume im historischen Haus auf sich einwirken lassen und die Ideen seien gekommen, sagt Hold. «Man muss sehen, dass das Haus lebt, es muss zum Verweilen einladen.» Der neue Apéro-Garten auf der Südseite und die Gartenwirtschaft unter den Kastanienbäumen folgen diesem Konzept.

Hold hat im Januar ihre Stelle als Gastgeberin und Leiterin des Hotel- und Restaurantbetriebs angetreten. Die Stiftung Lebenshilfe betreibt dieses Haus als Ausbildungs- und Integrationsbetrieb für Menschen, deren Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Diese arbeiten mit den Profis in Hotel, Service und Küche Hand in Hand.

Vom Turm bis in den Keller

Nebst Gaststube und Speisesaal im Erdgeschoss, den beiden Bankett- und Seminarräumen im Obergeschoss bezieht das Schneggen-Team jetzt neu das Turmzimmer und die beiden Weinkeller in ihr Angebot ein.

«Die Ambiance, die schön gedeckte Tafeln sind mir besonders wichtig», sagt Hold. «Die Gäste sollen unsere Küche in schönem Rahmen geniessen können. Kochen tun heute viele Leute», sagt Hold, wenn sie auswärts essen gehen, dann suchen sie das Besondere, dann möchten viele etwas erleben.

Marianna Hold sagt, sie lege Wert darauf, dass sich im Schneggen alle willkommen fühlen, «unbesehen, wie dick das Portemonnaie ist». Hold bemüht sich um ein breites Angebot für jedes Budget.

«Und immer stehen für mich die Gäste im Zentrum», sagt sie. Neu bietet der Schneggen im mit Wimpeln und Wappen dekorierten Keller mittelalterliche Tafelrunden an. Für den Schmuck zuständig waren die Textilwerkstatt und die Druckerei der Stiftung Lebenshilfe.

Zwanzig Personen finden an der Tafel Platz, serviert wird das rustikale Menü in Schüsseln. Für Gesellschaften, die es ganz echt wünschen, hängen im Entrée Kostüme bereit: Das Rittermahl kann steigen.

Neu wird auch das Turmzimmer mit der schönen Aussicht einbezogen, oder «bespielt». Ein Dinner für zwei Personen mit einer Übernachtung im Himmelbett und Frühstück, so das Angebot.

Das Turmzimmer wurde wunderschön und einladend hergerichtet. «Das ist doch ein ideales Geschenk für junge oder ältere Paare, die etwas Romantik suchen», sagt Hold.

Noch ist der Schneggen ein Projekt der Stiftung. Doch die Verantwortlichen hoffen, dass das Haus mit dem vielfältigen Angebot und der gebotenen Qualität in der Reinacher Gastroszene wieder seinen guten Platz erhält.

Besichtigung für die Öffentlichkeit: Samstag, 15. Juni, von 10 bis 17 Uhr.

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