Oberklum

Die neue Bahnhaltestelle kommt nicht vor 2021

Hier soll die neue Haltestelle von Aargau Verkehr einst stehen.

Aargau Verkehr will in Oberkulm eine neue Haltestelle errichten. Der Neubau wird allerdings wegen Einsprachen und Projektkorrekturen vom Bund verzögert.

Hätte sich alles nach dem ursprünglichen Zeitplan abgespielt, wäre die neue Haltestelle Oberkulm der WSB (heute Aargau Verkehr) bereits gebaut. Als das Baugesuch für das 18-Millionen-Franken-Projekt im Juni 2017 auflag, wurde Frühling 2018 als Baustart genannt. Später verschob sich der Termin auf Ende 2018, dann auf Herbst 2019.

Mittlerweile ist der Starttermin um ein weiteres Jahr nach hinten gerückt, auf Herbst 2020. Grund für diese Verzögerung: Die WSB musste Planänderungen im Bauprojekt vornehmen. Dies einerseits aufgrund Einsprachen (etwa wurden Lärmschutzwände verlangt), andererseits infolge der verlangten Änderungen seitens des Bundesamts für Verkehr (BAV).

Die neue Haltestelle soll gebaut werden, weil die beiden Haltestellen Oberkulm Post und Oberkulm nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Vor allem sind die Perrons zu kurz für die Zuglängen der neuen Kompositionen der Wynen- und Suhrentalbahn, die nun 60 statt 40 Meter lang sind.

Ein Neubau zwischen «Oberkulm» und «Oberkulm Post» und ein Rückbau der alten Haltestellen schien die beste Lösung. Die neue Haltestelle Oberkulm soll ein Perron von 138 Meter Länge und 3,2 Meter Breite bekommen.

Bundesamt für Verkehr hat Anpassungen verlangt

Das Bundesamt für Verkehr macht Vorgaben für Projekte wie den Bau der neuen Haltestelle. «Aufgrund dieser Rahmenbedingungen erfolgten leichte Projektänderungen», sagt Erwin Rosenast, Leiter Kommunikation von der WSB. «Die von uns vorgenommenen Projektänderungen müssen jetzt vom BAV wiederum geprüft und abgesegnet werden.» Die WSB rechnet bis Sommer 2020 mit einer Bewilligung seitens des BAV. Bis dahin sollen auch alle Einspracheverhandlungen abgeschlossen sein.

Planungszone sollte den Bau nicht verzögern

Inzwischen hat der Gemeinderat Oberkulm eine Planungszone auf sechs Parzellen rund um die geplante Haltestelle gelegt. Heisst: Bezüglich dieser Parzellen könnte die Bau- und Nutzungsordnung geändert werden, gebaut werden darf dort momentan nichts.

Der Gemeinderat will damit sicherstellen, dass die künftige Haltestelleumgebung gut ins Ortsbild passt. Hinter der neuen Haltestelle sind drei Einfamilienhäuser und andere Wohnbauten geplant. Diese liegen nun auf Eis.

Nach dem Mitwirkungsverfahren wurde die Planungszone überarbeitet. Die neue Version wird in den nächsten Wochen veröffentlicht, wie die zuständige Gemeinderätin Denise Geiser auf Anfrage mitteilt.

Die Planungszone rund um die Haltestelle sollte laut Erwin Rosenast den Bau nicht verzögern. Vom Areal der geplanten Haltestelle befindet sich nur ein kleiner Teil im Perimeter der Planungszone (Areal der Parkplätze).

Zudem seien die Gemeinde und die WSB im ständigen Dialog. «Die Gemeinde Oberkulm ist vorgängig auf uns zugekommen und wir haben gemeinsame Überlegungen gemacht.» Für die WSB wie auch die Gemeinde sei es wichtig, dass sowohl für die Bevölkerung wie auch für die Fahrgäste ein Mehrwert entstehe.

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