Hirschthal
Die Lokalmatadoren von Wyna West rockten

Märchenhaft eingeschneit war die Biberburg.Drinnen herrschte trotzdem Ausnahmezustand, denn die Country-Musiker Wyna West heizten dem Publikum ein.

Zaneta Hochuli
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Gründungsmitglied Heinz Möller begeisterte mit seinem Gesang.

Gründungsmitglied Heinz Möller begeisterte mit seinem Gesang.

ZHH

Seit der Eröffnung im Juli 2009 hat sich die nachhaltig gebaute Biberburg in Hirschthal zum regionalen Schmuckstück gemausert, welche zu jeder Jahreszeit zum Verweilen und geniessen einlädt. Minus 14 Grad, eisig und trotzdem trotzten zahlreiche Besucher diesen widrigen Wetterbedingungen. Teilweise zu Fuss begaben sich die Country-Fans zur Kulturstätte. Eingebettet am Ufer der Suhre liegt die am vergangenen Samstag märchenhaft eingeschneite Biberburg, wo im Outdoor-Bereich ein offenes Feuer die Hartgesottenen zum Verweilen einlädt und Präsident Urs Gsell Fackelspiesse und Würste grillierte.

Solide und kräftige Stimmen

Einmal im Monat wird unter der Leitung von Nicola Kyburz zu einem musikalischen Abend geladen. Die Lokalmatadoren Wyna West mit ihren Covers aus der Country- und Rockszene heizten der Biberburg tüchtig ein.

Die Country-Band besteht seit 1996 und zählt sechs Mitglieder. Einziges noch aktives Gründungsmitglied ist Heinz Möller, welcher in unverkennbarem Country-Outfit und seiner Gitarre auf der Bühne steht. Für die tiefen Töne sorgt der smarte Rocco Di Cesare. Seit gut zwei Jahren gehört der Tastenmann Marc Urech, Drummer Dominik Eichenberger und Gitarrist Jonas Degen, der jüngste im Bunde zu den Instrumentalisten. Der Name Wyna West ergab sich aus der Tatsache, dass die Mehrheit der Musiker aus dem Wynental stammten.

Asi Buholzer, seit sieben Jahren Leadsängerin bei Wyna West, überzeugt mit ihrer soliden und kräftigen Stimme. Die leidenschaftliche Line- Dancerin ist Mitglied bei den Gontenschwiler Line-Dancers «Bison», wo sie als Sängerin von Margrit Möller, Ehefrau vom Gründungsmitglied 2004 entdeckt wurde. «Sobald ich die Line Dance Schritte beherrschte, habe ich jeweils lauthals mitgesungen», meint die Sängerin. Und so kam es, dass Heinz Möller sie anrief, einlud und nun ist sie geblieben.

Unverkennbare Publikumsnähe

Mit den International bekannten Songs wie «Lay down Sally» von Eric Clapton, «Mercury Blues» von Alan Jackson oder «Take it easy» von den Eagles, heizte die Band ein und zeigte ihre unverkennbare Publikumsnähe. Erstaunlich also, dass Gitarrist Heinz Möller sagt: «Wir proben nicht viel gemeinsam, Musik verbindet und man wächst zusammen.»

Das spürte das Publikum. Es herrschte Ausnahmezustand: Da wurde geklatscht, Paartanz aufs Parkett gelegt, andere frönen ihren ungekünstelten Freestyle-Tanz. Wieder andere tanzen in der Linie «Line Dance». Nach über 150 Minuten Country- und Rockmusik neigte sich aber auch dieser Anlass dem Ende zu.