Kaum eröffnet, schon ausgeraubt. Die Diebe hatten es offensichtlich auf Bargeld abgesehen und arbeiteten sich zielstrebig zum Tresor im Landi-Büro vor. Haus- und Gartenzubehör, Rasenmäher, Grills und Stiefel liessen sie in den Regalen stehen.

Urs Schryber kennt die Täterschaft noch nicht. «Die Ermittlungen der Polizei laufen, mehr gibts da nicht zu sagen.» Aber Urs Schryber kennt den Schaden: «Über 100000 Franken Sachschaden, ein Mehrfaches der Beute aus dem Tresor.»

Ladenbetrieb nie eingeschränkt

Die Einbrecher hatten die Türen gemieden, weil sie da wohl Bewegungsmelder einer Alarmanlage vermuteten und verschafften sich einen unkonventionellen Zutritt. Vom Vordach aus schlugen sie ein Loch in die Aussenwand des Bürotraktes und gelangten derart ins Innere. Auch die Bürotüren blieben geschlossen, die Diebe schlugen Löcher in die Wände und gelangten so zum Tresor. Diesen frästen sie mit Winkelschleifern auf, die sie zuvor in einem Reinacher Garagenbetrieb gestohlen hatten.

Der Betrieb des neuen Ladens sei nie eingeschränkt gewesen, sagt Schryber, «die Kunden merkten nichts von der Tat». Für die Büroleute jedoch gab es Umtriebe, musste doch alles Beschädigte wieder instand gestellt werden. Wir mussten jetzt die Sicherheitsmassnahmen für Büro und Laden nochmals erhöhen, erklärt Schryber gegenüber der az Aargauer Zeitung. Eines sei klar, die Diebe hatten wohl Kenntnis von Landi-Modulbauten und gingen bewusst mit dem Kopf durch die Wand, um die Bewegungsmelder der Alarmanlage auszuhebeln. «Wir haben das Sicherheitsdispositiv angepasst», sagt Schryber, «aber auch das hat seine Grenzen.»

Die Landi wolle ja einen Laden betreiben und keinen Supermarkt im Bunker. Vor der Vorstellung von einer Landi in einer ausgeräumten Festungsanlage in der Innerschweiz mit einem Eingang und Fallgittern graue ihm jedoch, meint Schryber.

Der Ärger und die hohen Kosten bleiben zurück, aber die Landi schaut nach vorn und die Mitarbeiter empfangen die Kunden sogar am nächsten Pfingstmontag.