Teufenthal
Die letzte Hürde für das ewige Werk «Herberge»-Kreisel: «Luxusobjekte sind nicht geplant»

Die Gemeindeversammlung soll eine Viertelmillion für die Kreiselgestaltung genehmigen.

Urs Helbling
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Im Januar oder Februar werden die Arbeiten am neuen «Herberge»-Kreisel in Teufenthal beginnen.

Im Januar oder Februar werden die Arbeiten am neuen «Herberge»-Kreisel in Teufenthal beginnen.

AZ

Der Baubeginn ist in Sichtweite. Im Januar oder Februar werden die Arbeiten am neuen «Herberge»-Kreisel in Teufenthal beginnen, im Sommer 2020 soll er fertig sein. Damit die seit Grössenordnung zwanzig Jahre dauernde Leidensgeschichte des Bauwerks zu einem guten Ende kommt, muss allerdings noch eine kleine Hürde genommen werden. An der letzten Sommergemeindeversammlung hatten die Teufenthaler einen Kreditantrag von 270 000 Franken für die Erstellung eines Buswartehäuschens und die Umgebungsgestaltung an den Gemeinderat zurückgewiesen. Jetzt kommt das Geschäft am 23. November erneut vor die Gmeind: Neu beantragt der Gemeinderat 250 000 Franken. «Luxusobjekte sind nicht geplant», heisst es in den Unterlagen an die Stimmbürger. «Der Kreisel, die Verkehrsinseln und die Bushaltestelle mit Buswartehaus und Veloabstellplatz sollen ein einheitliches Bild vermitteln.» Der Gemeinderat betont, der Kreisel werde in Zukunft den «ersten Eindruck» von Teufenthal vermitteln. Und an ihm stünden die beiden denkmalgeschützten Gebäude Gasthof Herberge und Bruderhaus.

Im Betrag von nun 250 000 Franken sind 61 800 Franken beinhaltet für das Kreiselzentrum mit Betonelementen «Rind» und «Stern» sowie der Bepflanzung der Fläche mit Thymian und/oder Lavendel. «Im Zentrum wird ein Beleuchtungsmast stehen, umgeben von einem Rankengerüst mit Kletterpflanzen, Rose oder Clematis», heisst es in den Unterlagen.

Dringend eine neue Heizung

Neben dem emotionalen Thema Kreisel müssen sich die Teufenthaler Stimmberechtigten am 23. November auch mit zwei Sanierungsgeschäften auseinandersetzen. Die fünf Wohnungen im 1988 erstellten Gemeindehaus weisen nach 31 Jahren Renovationsbedarf auf. Der Gemeinderat beantragt dafür 431 000 Franken. Weitere 248 300 Franken sind für den Ersatz der Heizung und der Warmwasseraufbereitung in der Schulanlage nötig. Die Heizung aus dem Jahr 1985 entspreche «in keiner Art und Weise mehr den heutigen Anforderungen in Bezug auf Energieeffizienz», heisst es.

Steuerfuss bleibt bei 122%

Teufenthal ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Der Steuerfuss liegt bei 122 Prozent – und soll dort auch bleiben. Er genügt noch nicht einmal für einen ausgeglichenen Voranschlag 2019: Der Gemeinderat hat einen Aufwandüberschuss von 158 150 Franken budgetiert. Teufenthal darf 2019 einen Betrag von 807 000 Franken aus dem kantonalen Finanzausgleich erwarten.

An der Gemeindeversammlung sollen zudem ein kroatisches Ehepaar sowie eine mazedonische Frau und ihre Tochter eingebürgert werden.