Reinach

Die Lamas sind nach Reinach gezogen

Verena Blätter mit Brunsli, Flöckli und Maxli. Der 4. im Bunde, Stracciatella, verfolgt das Geschehen aus dem Hintergrund.  Peter Siegrist

Verena Blätter mit Brunsli, Flöckli und Maxli. Der 4. im Bunde, Stracciatella, verfolgt das Geschehen aus dem Hintergrund. Peter Siegrist

Kaum waren Stall und Gehege von den Rotariern in Fronarbeit fertig gebaut, sind die vier schon lange erwarteten Lamas im Reinacher Sonnenberg eingezogen. Im Altersheim Sonnenberg ist man begeistert.

Auf der Suche nach geeigneten Tieren fürs Altersheim haben die beiden eine Lama-Farm in Mamishaus BE besucht. «Wir haben die Vierer-Gruppe gleich ins Herz geschlossen», sagen die Heimleiterin Mirjam Lo Conte und Verena Blättler, die Hauswirtschaftsleiterin, begeistert.

Verena Blätter hat sich längere Zeit mit der Tierhaltung im Heim beschäftigt und entsprechende Kurse besucht. Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen kamen für das Freilaufgehege beim Altersheim nicht infrage.

«Der Wald ist viel zu nah, und damit auch die Füchse», sagt Mirjam Lo Conte. Aber die Lamas sind bestens geeignet. «Sie sind ruhig, zutraulich und haben eine besondere Ausstrahlung», erklärt Verena Blättler.

Die Pensionäre hätten sich auch gefreut und schon sehr positiv reagiert. «Bereits am zweiten Tag standen zwei unserer Bewohner am Morgen vor dem Frühstück am Gehege, um die Tiere zu begrüssen.»

Die Lamas sind neugierig und nehmen rasch mit den Menschen am Rand des Geheges Kontakt auf. «Das ist wunderbar für uns», erklären die beiden Frauen, «die Tiere werden in den nächsten Tagen zum Gesprächsthema Nummer eins.»

Auf dem Sitzplatz vor dem Heim schauen einige Pensionäre den Tieren zu, und eine Frau sagt spontan: «Die Lamas sind friedlich, machen keinen Lärm und strahlen Würde aus. Die gefallen mir.»

Verena Blätter hat den vorgeschriebenen Kurs für die Haltung von Lamas besucht und organisiert die Betreuung. Zuständig seien der Hauswart und übers Wochenende Mitarbeiterinnen aus der Hotellerie, die bereit seien, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen.

Am Gehege weist ein Schild darauf hin, dass die Tiere nicht gefüttert werden dürfen. Sie fressen Heu und Gras, trinken Wasser. «Wir müssen darauf achten, dass sie nicht zu viel fressen» erklärt Blättler. Einmal pro Jahr werden die Tiere wie Schafe geschoren.

Das Altersheim Sonnenberg hat von verschiedenen Seiten Spenden erhalten, und vor einem Jahr an der Wyna-Expo gesammelt für den Kauf der Tiere. Am 4. Juni wird das Gehege von Flöckli, Brunsli, Stracciatella und Maxli mit einem Fest eingeweiht.

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