Schöftland

Die Herznotfallgruppe ist ein Erfolg

Die Herznotfallgruppe bildet sich mit Übungen und Ausbildungen regelmässig weiter.

Die Herznotfallgruppe bildet sich mit Übungen und Ausbildungen regelmässig weiter.

Die Pilotphase ist zu Ende: Vier Jahre nach der Gründung wird die Herznotfallgruppe definitiv in die Regiowehr integriert. Die Kosten sind in den vier Gemeinden unbestritten.

Im Cinema 8 in Schöftland wurde ein Besucher während eines Films bewusstlos. Die Herznotfallgruppe der Regiowehr Suhrental rückte aus und leistete Erste Hilfe, bis die Ambulanz eintraf. Ähnliches passierte an einem Turnerabend, als ein Gast einen epileptischen Anfall hatte und seine Umgebung überfordert war. «Unsere 18 Leute leisten in den vier Gemeinden Hirschthal, Holziken, Schöftland und Staffelbach etwa einen Einsatz pro Woche», erklärt Hauptmann David Rickenbach (32), der ab Januar die Regiowehr Suhrental leiten wird. Er wird in seiner Funktion als Feuerwehrkommandant neu auch für die Herznotfallgruppe zuständig sein. Denn vier Jahre nach deren Gründung geht die Pilotphase zu Ende. Sie wird nicht nur definitiv weitergeführt, sondern auch in die Regiowehr integriert.

Ein eigenes Einsatzfahrzeug

Die Mitglieder der Herznotfallgruppe haben vier Übungen pro Jahr. Am Freitag fand ein Ausbildungskurs unter Leitung der Firma Sirmed, ein Unternehmen der Schweizer Paraplegiker-Stiftung Nottwil, statt. «Dieses Training wurde mit einer Zertifizierung der Teilnehmer abgeschlossen, damit diese auch für den Einsatz zugelassen sind», erklärt Rickenbach. Ein «First Responder» ist für den Winter mit einer Einsatzjacke und für den Sommer mit einer Leuchtweste ausgerüstet. Und er ist vor allem einem Pager- und Handy-Alarmsystem angeschlossen. Es werden jeweils alle 18 Mitglieder der Herznotfallgruppe aufgeboten. Sobald zwei beim Feuerwehrmagazin Schöftland sind, fahren diese mit dem dort stationierten Einsatzfahrzeug los. «Die Herznotfallgruppe ist eine ganz normale Blaulichtorganisation», sagt Rickenbach.

Sehr junger neuer Kommandant

Die Gruppe kostet die vier Gemeinden der Regiowehr Suhrental jährlich Grössenordnung 20'000 Franken. Dieses Geld ist unbestritten. Auch wegen der geografischen Lage. «Wir sind relativ weit weg von den Spitälern Aarau und Zofingen», sagt Rickenbach. David Rickenbach ist im Oktober an der Hauptübung der Feuerwehr zum Hauptmann befördert worden, im Hinblick auf die Übernahme des Kommandos am 1. Januar. «Wir starten mit einem Bestand von etwa 100 Personen ins Jahr 2019», sagt der erst 32-jährige Rickenbach. «Dieses Jahr war die Rekrutierung sehr erfolgreich.» Er wohnt in Hirschthal, hat bei Chocolat Frey Laborant gelernt und arbeitet heute im Aussendienst der Firma Mettler Toledo (Waagen). Die Regiowehr wird als Nächstes ein Pikettfahrzeug anschaffen. Als letzte hat die Gemeinde Hirschthal am Freitag ihren Anteil an der 480'000-Franken-Investition bewilligt. Die Übergabe soll im Frühling 2020 erfolgen.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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