Kirchleerau

Die grossen Wasserkammern des neuen Reservoirs öffnen sich

Ulrich Häusermann vor dem neu gebauten Wasserreservoir, rechts hinten steht das alte Reservoir.

Ulrich Häusermann vor dem neu gebauten Wasserreservoir, rechts hinten steht das alte Reservoir.

Morgen Samstag ist das neu gebaute Wasserreservoir offen für die Bevölkerung. Gemeinderat Ulrich Häusermann bezeichnet es als «Jahrhundertbauwerk» und geht davon aus, dass es 100 Jahre bestehen kann.

Eine schwere Objektschutztüre trennt das Wasserreservoir Weihern von der Aussenwelt ab. Im Innern ist es kühl. Eine steile Treppe führt nach unten. Bereits ist auf der rechten Seite eine Drucktüre mit Guckloch zu sehen. Trinkwasser läuft in die grosse Kammer rechts. Auf der linken Seite liegt die zweite Kammer, diese ist jedoch noch leer. Die Stimmen hallen im Raum, bald wird auch dieser mit Trinkwasser gefüllt sein.

Altes Reservoir wird abgerissen

Nach vier Jahren ist es nun so weit: Das neue Wasserreservoir von Kirchleerau ist fertig gebaut und am Samstag wird der Tag der offenen Wasserkammern gefeiert. «Es ist ein Jahrhundertbauwerk, das dringend nötig gewesen war», sagt Gemeinderat Ulrich Häusermann. Er hat die Ressorts Wasser und Abwasser unter sich und das Projekt von Anfang an begleitet. «Wir haben hier für die Zukunft gebaut, das Reservoir soll auch wieder 100 Jahre bestehen», sagt er.

Denn das alte Reservoir ist bereits 110-jährig. Weil es jedoch verschiedene Mängel aufgewiesen hat, die nicht hätten behoben werden können, habe man sich entschieden, ein neues Reservoir zu bauen und das alte abzureissen.

Während früher 410 Kubikmeter Trinkwasser gefasst werden konnten, hat das neue Reservoir in zwei Kammern Platz für 600 Kubikmeter Trinkwasser. Die Hälfte davon soll im Brandfall als Löschwasser zur Verfügung stehen, die andere Hälfte ist Brauchwasser. Dieses Brauchwasser wird von den Kirchleerbern genutzt und ein Teil davon auch von den Moosleerbern.

Im Schieberhaus des neuen Reservoirs sind diverse Rohre und Armaturen zu sehen. Es gibt zwei Quellwassereinläufe. Das nicht aufbereitete Wasser läuft als Erstes durch die zwei UV-Anlagen. «Die UV-Anlagen sollten alle Bakterien bereits beim Einlauf abtöten», sagt Häusermann. Er denkt dabei an den vergangenen Oktober zurück, als das Kirchleerber Trinkwasser von Kolibakterien verunreinigt war. Dies soll in Zukunft mit den UV-Anlagen vermieden werden. Daneben sind zwei Druckerhöhungsanlagen montiert, die Trinkwasser mit viel Druck zum Weiler Weihern und ins Waldhaus führen, welche höher gelegen sind als das Reservoir.

Auch der Ablauf ist zu sehen, mit dem schliesslich das Trinkwasser ins Netz gespeist werden kann. Und genau dies soll am 28. August geschehen. Ab dann wird die Bevölkerung mit dem Trinkwasser aus dem neuen Reservoir versorgt werden. Dem sollte nun laut Häusermann nichts mehr im Wege stehen. Noch werden vom Reservoir bis ins Dorf neue Wasserleitungen verlegt.

Das neue Wasserreservoir wird gemäss Kostenvoranschlag rund 2,3 Millionen Franken kosten. Nun hat die Bevölkerung morgen Samstag (10.30 bis 13.30 Uhr) die Möglichkeit, dieses «Jahrhundertbauwerk» zu besichtigen. Danach soll auch die zweite Kammer mit Trinkwasser gefüllt werden.

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