Menziken
Die Gmeind beschliesst über den Kauf des Waag-Pubs

Die Behörde legt dem Souverän am 15. Juni einen Liegenschaftskauf und einen Landverkauf vor. Das Waag Pub soll in den Besitz der Gmeind gelangen. Ausserdem hat die Gmeind über einen Verkauf des Baulandes an der Dängelmatt zu befinden.

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Die Waag in Menziken

Die Waag in Menziken

Peter Siegrist

Mitten im Ortskern, an der Hauptstrasse 40 steht die Liegenschaft Waag Pub zum Kauf. Das Wohn- und Geschäftshaus mit Garten und Baumgarten steht auf einer Parzelle von 31 Aren Fläche. Die Parzelle grenzt im Osten an die Hauptstrasse, im Süden ans Gemeindehaus und im Westen ans Schulareal. Gemeindeammann Annette Heuberger: «Die Zone für öffentliche Bauten in Menziken beginnt heute im Süden hinter der Schwimmbadanlage und reicht dank weiser Voraussicht unserer Vorfahren bis in den Dorfkern hinein.»

Was noch fehle, sei der nördliche Spickel, das Waag-Grundstück. «Mit dem Kauf dieses ‹Filetstücks› können wir den Ortskern abrunden.»

Kaufvertrag mit Gegengeschäft

Der heutige Besitzer des Grundstückes, Marcus Elliker, hat die Parzelle der Gemeinde zum Kauf angeboten, vorausgesetzt, die Einwohnergemeinde verkauft ihm im Gegenzug zwei Baulandparzellen (53 und 34 Aren) in der Dägelmatt.

Wie Gemeinderat Jürg Rubin gegenüber der Presse erklärte, hat die Gemeinde grosses Interesse an der Waag-Liegenschaft. Die Behörde haben zwar noch keinen definitiven Nutzungsplan («es ging alles sehr schnell»), aber zusätzliche Raumbedürfnisse habe die Gemeinde schon lange. Die Rede ist von der Kindertagesstätte, von Zimmern für Einzelunterricht, von Büros für das Betreibungsamt. Für das Land in der Dägelmatt (Wohnzone W2) hat die Gemeinde keine Verwendung. Die Idee, hier ein Quartierschulhaus zu bauen, wurde schon lange aufgegeben.

Zwei Fristen für Vertrag

Der Souverän stimmt über zwei Verträge ab: Über den Kauf der Parzelle samt Liegenschaft für 1,39 Mio. Franken, und über den Verkauf des Baulandes in der Dägelmatt (87,4 a) für 1,8 Mio. Franken (210 Fr./m2). Dieser zweite Vertrag enthält zwei Fristen. Der Käufer (Elliker) hat drei Jahre Zeit für den Kauf und verpflichtet sich, nach dem Kauf innert zwei Jahren auf der Dägelmatt zu bauen. Geschieht dies nicht, kann die Gemeinde den Rückkauf verlangen.

Gemeindeammann Heuberger begrüsst es, dass die Gemeinde den Ortskern abrunden und für öffentliche Bedürfnisse nutzen kann. «So sind Gemeindehaus und Schulanlagen ein Ganzes.» (psi)