Allerdings war schon zu jenem Zeitpunkt klar, dass ein künftiger Bau einer Holzschnitzelheizung ein breit unterstütztes Vorhaben der Birrwiler Bevölkerung ist. So wurde per Zusatzkredit beschlossen, zumindest die benötigte Infrastruktur zu erstellen. Am 9. Juni 2010 schliesslich stimmten die Birrwiler einem Verpflichtungskredit zur Aktualisierung und Vervollständigung des Bauprojekts zu.

Vorgabe des Souveräns umgesetzt

Am Samstag durften die Gemeindebehörden nun rund 100 Einwohner zur offiziellen Einweihung der neuen Holzschnitzelheizung begrüssen, die bereits seit Oktober in Betrieb steht und von Gemeinderat Felix Stephan in seiner Ansprache als Jahrhundertbauwerk bezeichnet wird.

Stephan bedankte sich insbesondere bei der Birrwiler Bevölkerung, die sich während der Planungs- und Bauphase stets sehr engagiert gezeigt habe. «Nun können wir», so zog Stephan das Fazit, «anstatt mit Öl aus dem Golf mit Holz aus dem Dorf heizen.»

Private schliessen sich an

Die Zeichen stehen gut, dass sich das Projekt künftig wirtschaftlich erfolgreich entwickeln wird. Inzwischen haben sich neben den gemeindeeigenen Liegenschaften auch verschiedene Privatliegenschaften an den Nahwärmeverbund angeschlossen, unter anderem die grosse, noch fertigzustellende Überbauung, die in Birrwil unter dem Namen «Goldene Wand» bekannt ist.

Nachdem bei der Einweihungsfeier Gemeindeammann Barbara Buhofer das symbolische rote Band durchschnitten hatte, durfte die Bevölkerung unter der Führung von Betriebsleiter Hans Härri die neue Heizung in Augenschein nehmen.

Der pensionierte Bauer sagt, er sei zuvor noch nie in Kontakt gekommen mit einer Holzschnitzelheizung. Gelernt habe er schnell, insbesondere durch die gelegentlichen Störungen, bei Aufnahme des Betriebs.

Bei der Einweihungsfeier konnte die Bevölkerung dann auch einen Blick werfen auf die neue Fernsteuerung der Wasserversorgung. Diese wurde ebenfalls am Samstagmittag eingeweiht.

Die Abnahme der elektronischen Fernsteuerung erfolgt in dieser Woche. Die Installation erlaube es, so Stephan, dass die Gemeinde das Wasser auch in Zukunft unabhängig bewirtschaften könne.