«Die Vergrösserung des Gemeindezentrums war schon lange ein Bedürfnis», sagt Daniel Gloor. Er teilt sich seit drei Jahren das Pastorenamt der Chrischona-Kirchgemeinde mit seiner Frau Claudia Gloor. Gerade am Sonntag sei der Platz oft knapp geworden. Es gäbe aber mehrere Gründe, wieso ein Anbau dringend nötig wurde.

Aus zwei wird eine

Die beiden Chrischona-Gemeinden Schöftland und Rued seien vor zehn Jahren zusammengelegt worden, erklärt Gloor. Das Zusammenwachsen der beiden Gemeinden sei nicht immer einfach. In den letzten Jahren habe jedoch eine positive Entwicklung mit stetigem Wachstum eingesetzt.

Mit dem gut besuchten Gottesdienst und dem zusätzlichen «Kids Treff», einer Art Sonntagsschule, sowie der Kinderhüeti während des Gottesdienstes nutzte man die Räumlichkeiten gerade am Sonntag voll aus. Dank des Anbaus sei es nun möglich, die Räume der bereits bestehenden Kapelle neu zu gestalten und effizienter zu nutzen, sagt Gloor. «Wir werden zusätzliche Wände hochziehen lassen, um verschiedene Altersgruppen getrennt voneinander betreuen zu können», sagt Gloor.

Man erwarte in den nächsten Jahren eine steigende Nachfrage nach den Angeboten für Kinder und Jugendliche und wolle mit dem Umbau der Kapelle dafür bereit sein.

Anbau und Umbau in einem

Mit dem Spatenstich zur Erweiterung des Gebäudes rechnet die Kirchgemeinde im nächsten Frühling. Danach wird bis Ende 2014 ein Saal für 200 Personen mitsamt Eingangsbereich, Küche, Sanitäranlagen und Raum für Kinderbetreuung angebaut. Zudem wird nach Fertigstellung des Anbaus der Innenraum der bereits bestehenden Kapelle zu Mehrzweckräumen umgebaut.

Noch keine Richtlinien festegelegt

Bei der Chrischona sei es üblich, dass man Räumlichkeiten auch an Vereine oder für Konzerte vermiete, sagt Gloor. «Das Gemeindezentrum ist ja vor allem am Sonntag voll belegt, unter der Woche werden meist nur einzelne Räume genutzt», daher sei es wünschenswert, dass auch Vereine und andere Gruppen vom Platz profitieren könnten. «Ich kann mir auch vorstellen, dass im neuen Saal Konzerte stattfinden werden», sagt Gloor.

Trotzdem würde man bei Veranstaltungen darauf achten, dass sie nicht gegen die Grundsätze der Freikirche verstiessen. «Entsprechende Richtlinien werden wir demnächst mit der Kirchgemeinde erarbeiten.»