Reinach
Die Eishockeyanerinnen wollen in die Playoffs

Die SC-Reinach-Frauen wollen sich steigern und sich im zweiten Teil der Meisterschaft in der höchsten Spielklasse einen Platz in den Playoffs sichern.

Daniel Monnin
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Reinach will vermehrt jubeln, wie hier Sandra Thalmann (links) und Katerina Flachsova.

Reinach will vermehrt jubeln, wie hier Sandra Thalmann (links) und Katerina Flachsova.

Andi Saxer

Zwei Siege aus zehn Spielen: «Das ist eindeutig zu wenig», sagt Sportchef Patrick Brunner. Die sechs Zähler und den damit verbundenen fünften und zweitletzten Rang in der Frauen-Meisterschaft holte Reinach gegen das nach wie vor punktelose Schlusslicht Weinfelden. Gegen alle andern Teams hielt man zwar des Öftern gut mit, doch zu einem Erfolgserlebnis reichte es nicht, da «uns im letzten Drittel vielfach der Schnauf ausging,» wie Brunner meint.

In Reinach sucht man keine Ausreden: «Wir sind mit einem sehr jungen und unerfahrenen Team in die Saison gestartet und haben den Ligaerhalt zu unserem Saisonziel erklärt.» Mittlerweile hat sich jedoch einiges getan: An der Bande steht seit Anfang Oktober Marcel Herzog, der den verletzten Bernhard Bachmann bis Saisonende ersetzen wird. Das Kader wurde ergänzt und neu wird die tschechische Nationalspielerin Simona Studentova die Aargauerinnen verstärken.

Zu viele Tore erhalten

Marcel Herzog ist dem Grund allen Übels auf der Spur und hat bereits «Gegenmassnahmen» eingeleitet: «Unsere Statistik spricht Bände, wir haben in zehn Spielen 23 Tore geschossen, aber gleichzeitig 40 Treffer erhalten, das ist zu viel. Wir müssen mehr Tore schiessen und die Last auf mehrere Spielerinnen verteilen, gleichzeitig aber auch konsequenter verteidigen.» Mehr als die Hälfte aller Tore geht auf das Konto von Captain und Verteidigerin Sandra Thalmann (8) und Stürmerin Chelsea Bräm (5). Gemeinhin wird die Steigerung der Torausbeute auch von der neuen Ausländerin erwartet, aber sowohl Herzog als auch Brunner warnen davor, «sich hinter Studentova zu verstecken. Das ganze Team ist gefordert, muss kaltblütiger spielen und einen Schritt vorwärtsmachen.»

Das Ziel für den zweiten Teil der Eishockey-Meisterschaft, für die sogenannte Masterround mit weiteren zehn Spielen, ist klar umrissen: «Wir wollen in die Playoffs», sagen Herzog und Brunner unisono. Das Potenzial dazu sei vorhanden, man müsse es nur besser abrufen können. Utopisch ist dieser Wunsch nicht, denn für die Masterround werden die Punkte geteilt und dadurch die Ausgangslage für Reinach stark verbessert, denn der Rückstand auf das viertplatzierte Université Neuchâtel beträgt nur noch fünf Punkte.

Dass die Eishockeyanerinnen aus dem Oberwynental durchaus mithalten können, haben sie auch am Samstag im Heimspiel gegen das Meisterteam aus Lugano unterstrichen. Letztlich resultierte eine 3:5-Niederlage, doch Reinach holte nach einem 0:3-Rückstand auf 2:3 und 3:4 auf. Das entscheidende Tor fiel erst in der Schlussminute. Den Unterschied machten – einmal mehr – das breiter abgestützte Kader sowie die individuelle Klasse der Gegnerinnen aus. Das ist man sich in Reinach bewusst, trotzdem will man den eingeschlagenen Weg weitergehen: «Unser Hauptziel bleibt es, junge Spielerinnen zu fördern», sagt Patrick Brunner.

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