«Hier gabs früher die besten Coupes weit und breit», sagte ein Besucher vergangene Woche, als er das Wirtshaus zur Trostburg in Teufenthal noch vor seiner Eröffnung betrat. «Da müssen Sie sich noch bis Montag gedulden», entgegnet Wirt Lui Soares (43). Das Lokal sei noch nicht offen, vertröstete er den potenziellen Gast.

Soares und sein Team eröffnen heute das neue Restaurant in Teufenthal. Der gebürtige Portugiese ist gelernter Koch und hat während der letzten fünf Jahre das Restaurant Rütli in Beinwil am See geführt. «Ich freue mich auf die neue Aufgabe hier in Teufenthal», sagt Soares. Das Lokal, die Einrichtung und die Herausforderung, etwas Neues mitzugestalten, seien seine Motivation gewesen, das Wirtshaus zu pachten.

Anders als das ehemalige Café Trostburg, das vor über 20 Jahren für seine speziellen Coupes bekannt war, wird das Wirtshaus zur Trostburg am Mittag und am Abend eine warme Küche servieren. Aber auch das eine oder andere Dessert wird auf der Menükarte zu finden sein.
Bedarf für Beiz besteht

Dass es überhaupt soweit kommen konnte, dafür sind drei Teufenthaler Brüder verantwortlich: Dominic, Hansjörg und Stefan Stuber. Sie haben das Gebäude vis-à-vis der Trostburg vor zwei Jahren ersteigert. Das Haus stammt aus der Konkursmasse der Stiftung Lebensschritt, die 2015 Pleite ging.

Seither wurde das aus dem Jahr 1823 stammende Gebäude komplett saniert und umgebaut. Dabei haben die drei Geschäftsleute – sie führen gemeinsam die Stuber Spenglerei und Lüftungs AG in Teufenthal– auf das örtliche Gewerbe zurückgegriffen. So wurden etwa die Bänke im Lokal des Wirtshauses von der Dorfschreinerei gezimmert. Kurz vor der Eröffnung gab Vater Hans Stuber Auskunft über das Projekt der Jungen. «In Teufenthal gibt es keine Bäckerei mehr und auch die Metzg, Post, Bank und Gärtnerei sind verschwunden», so Stuber. Mit dem Wirtshaus Trostburg solle das Dorfleben gefördert werden, ein Bedarf nach einer Beiz bestehe in Teufenthal, ist sich Vater Stuber sicher.

Ein Parkplatz für den Humpen

Das Konzept zum Wirtshaus zur Trostburg stammt aus der Feder der Familie Stuber und nimmt das Thema der nahen Trostburg mit auf. So ist das Lokal rustikal aber gepflegt eingerichtet und die Speisekarte ist im Ritterstil gestaltet. Eine künftige Spezialität soll denn auch der Spiess werden.

Der Stammtisch spielt ebenfalls eine grosse Rolle in der «Trostburg» und für die künftigen Stammgäste gibt es sogar einen «Stammchruegparkplatz», wo der eigene Humpen parkiert werden kann. Das Restaurant öffnet jeweils um 8.30 Uhr – Mittwoch (ganztags) und am Donnerstag (bis 17 Uhr) ist es geschlossen.