Menziken/Leuggern
Die Asana-Gruppe schafft die Kehrtwende

Die Asana Gruppe AG schrieb im Geschäftsjahr 2014 erstmals rote Zahlen. Nun gelang die Kehrtwende. Im letzten Jahr wurde ein Gewinn von gut 2 Millionen erwirtschaftet.

Rahel Plüss
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Das Spital Menziken hat sich erholt Die Patientenzahlen konnten im Geschäftsjahr 2015 gesteigert werden – vor allem die ambulanten Behandlungen boomen.

Das Spital Menziken hat sich erholt Die Patientenzahlen konnten im Geschäftsjahr 2015 gesteigert werden – vor allem die ambulanten Behandlungen boomen.

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Die Asana Gruppe AG und vor allem das Spital Menziken sind wieder auf Kurs. Nachdem die Unternehmensgruppe 2014 zum ersten Mal in ihrer Geschichte in die roten Zahlen abgerutscht war, gelang es im Geschäftsjahr 2015, den Negativtrend zu drehen und einen Gewinn von gut 2 Millionen Franken zu erwirtschaften.
«Es geht mir heute besser als letztes Jahr», gestand Daniel Schibler, Direktor des Asana Spitals Menziken an der Medienkonferenz. Vor Jahresfrist musste er den Verlust von 941 000 Franken bekannt geben. Das Ergebnis zog die Bilanz der Asana Gruppe ins Minus. Das Spital Leuggern hatte 2014 ein kleines Plus von 52 000 Franken erwirtschaftet.
Die Kehrtwende gelang nicht, ohne Federn zu lassen. Im Herbst 2014 hatte der Verwaltungsrat der Asana Gruppe AG die Handbremse gezogen, insbesondere in Menziken. Vergangenes Jahr mussten dort 20 Vollzeitstellen abgebaut werden – teils über natürliche Fluktuationen, teils über Kündigungen. Den zu hohen Personalkosten standen zu niedrige Patientenzahlen gegenüber.
In dieser Beziehung hat das Spital Menziken – und damit die ganze Unternehmergruppe – 2015 Boden gut gemacht. Denn neben dem Stellenabbau in Menziken und Optimierungsmassnahmen in Leuggern trugen eine mit den Krankenkassen ausgehandelte, höhere Fallpauschale und vor allem die Zunahme der Patientenzahlen massgeblich zum besseren Jahresergebnis bei. In der Gesamtgruppe konnte die Zahl der stationären Patienten markant um 417 oder 5,6 Prozent gesteigert werden.

Viel mehr ambulante Patienten

Konkret konnte das Spital Leuggern die Anzahl stationärer Patienten um 145 oder 3,6 Prozent auf 3989 steigern, das Spital Menziken um 272 oder 7,7 Prozent auf 3820. Massiv zugelegt hat Menziken, was die Steigerung der ambulanten Fallzahlen betrifft: Hier resultierte ein Plus von 1259 auf 8993, was einem Plus von über 16 Prozent entspricht. Am Standort Leuggern nahmen die ambulanten Fallzahlen nur leicht, um 0,3 Prozent auf 8196 zu.
Finanziell resultiert in Menziken nach Abschreibungen und Wertberichtigungen ein Plus von knapp 1,37 Millionen Franken. Auch das Spital Leuggern wirtschaftete gut: Es weist ein Plus von rund 687 000 Franken aus. Bleibt der besagte Gewinn von über 2 Millionen Franken. Von einem «Gewinn» mag Verwaltungsratspräsident Andreas Edelmann allerdings nicht gerne sprechen.
Schliesslich würden die erwirtschafteten Mittel in die Reservebildung fliessen und für Investitionen gebraucht, betonte er. Die Spitäler stünden nach wie vor unter grossem Druck – auch in politischer Hinsicht. Das bestätigte auch der Leuggemer Spital-Direktor und Grossrat, René Huber. Der Kostenverteilschlüssel zwischen Kantonen und Versicherern verschiebe sich allmählich. «Seitens Regierungsrat ist für die Zukunft des Spitalwesens eine Zentralisierung erkennbar.»
Die Spitallandschaft werde sich in den kommenden Jahren verändern, wird Edelmann im Geschäftsbericht zitiert. «Verwaltungsrat und Geschäftsleitung haben dies erkannt und führen im Jahr 2016 ein Strategieprojekt durch.» Das Ziel: Die Leistungsbereiche der Spitäler sollen unter Beachtung der sich verändernden Gegebenheiten neu definiert und die Leistungsbereiche auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft werden.

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