Schöftland
Die Alte Schule in Schöftland ist jetzt frischer und farbiger

Die Schöftler Primarschüler dürfen endlich in ihr Schulhaus zurückkehren. Nach der einjährigen Renovation ist am Freitag das Alte Schulhaus eingeweiht worden. Jedes Stockwerk erhielt eine bestimmte Farbe.

Bastian Heiniger
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Die Räume wurden renoviert und die Fassade neu gestrichen.bas

Die Räume wurden renoviert und die Fassade neu gestrichen.bas

Es ist eigentlich uralt, das Alte Schulhaus in Schöftland. Als es 1840 gebaut wurde, musste jeder Bürger drei Tage Fronarbeit leisten. Das war beim neusten Umbau freilich nicht mehr der Fall. Innerhalb eines Jahres wurde es rundum renoviert. Nun erstrahlt das Alte Schulhaus in neuem Glanz. Am Donnerstag durfte es im Rahmen der Eröffnungsfeier besichtigt werden.

«Eine Sanierung war dringend nötig», sagte Schulleiter Heinz Leuenberger. Vor allem die Decken im zweiten Stock. Diese hätten geschwungen, wenn jemand über den oberen Boden ging. Sie benötigten sogar Stützpfosten. Diese wurden nun entfernt. Die Decke ist stabil. Zwischen die Balkenlage wurden für beide Zimmer zwei Stahlträger eingesetzt.

Auch sonst wurde viel erneuert: Die Fassade und Innenwände sind frisch gestrichen, die Parkettböden geschliffen und versiegelt, das Dach saniert und mit neuen Dachrinnen versehen. Zudem wurden neue Sanitäranlagen installiert und die Heizung von Öl auf Gas umgestellt.

Ein WC für den «Härdöpfuchäuer»

Die beiden Drittklässlerinnen Jasmine und Giulia sind stolz auf ihr neues Schulzimmer. Die Wandtafel sei grösser und der neue Projektor mit der breiten Leinwand gefalle ihnen besonders gut. Vorher gab es nur einen altmodischen Hellraumprojektor, der nicht einwandfrei funktionierte. Für ein Jahr mussten die Schüler in andere Räumlichkeiten ausweichen. Eine Klasse kam im katholischen Pfarreizentrum unter, eine andere im reformierten Kirchgemeindehaus, eine in der Musikgrundschule und eine musste mit einem umgebauten Werkraum vorlieb nehmen.

Doch das habe sich gelohnt, sagt Leuenberger. Auch die Lehrerinnen sind zufrieden: Die neuen Zimmer wirken grösser und heller, sagt Charlotte Klauenbösch, welche die Kleinklasse unterrichtet. Vor allem: Auf jedem Stockwerk zieht sich ein anderer Farbstreifen entlang der Wände. «Die Farben helfen besonders Schülern, die noch nicht lesen können.» Nun sage man ihnen einfach: «Geh in den grünen Stock. So wissen sie gleich, wohin sie müssen.» Zudem ist Klauenbösch überzeugt: «Kinder brauchen Farben.»

In den neuen Zimmern gibt es zudem restaurierte Kästen, neue Abdeckungen der Radiatoren und jeweils eine Hi-Fi-Anlage. Leuenberger ist froh, dass nun «zeitgemässer Unterricht gemacht werden kann». Sechs moderne Zimmer besitzt die Schule jetzt. Zudem wurde der Dachboden ausgebaut. Vorher befand sich dort eine seit dreissig Jahren unbewohnbare Abwartswohnung.

Nun führt eine neu gebaute Treppe hinauf. Auf dem Dachboden gibt es Gruppenräume, Arbeitszimmer für Lehrer und ein mit Spielsachen gefülltes Logopädie-Zimmer. Daniel Wehrli, Gemeinderat, gefällt besonders die charmante «Symbiose aus alt und neu». Vor zwei Jahren bewilligte die Gemeindeversammlung einen Verpflichtungskredit von 2,2 Mio. Franken für diese Sanierung. Es sei kein Problem gewesen, den Einwohnern die Notwendigkeit dafür zu vermitteln, sagt Wehrli.

Mit demselben Kredit wurde zugleich der «Härdöpfuchäuer» aufgewertet. Der Zugang zum Kleintheater im Untergeschoss der Schule besitzt nun einen Treppenlift. Und die Künstlergarderobe eine Toilette und eine Dusche.