Kölliken

Die alte Clara kommt unters Messer – für 1,38 Millionen Franken

138-jährig: die Villa Clara.

138-jährig: die Villa Clara.

Den Köllikern liegt ihre Villa Clara am Herzen. Um die Aussenhülle der Fabrikantenvilla zu sanieren, wird der Gemeindeversammlung vom 23. November ein Kredit in der Höhe von 1,38 Millionen Franken beantragt.

Sie ist eine stolze alte Dame, die Villa Clara, die in ihrem eigenen Pärkli im Zentrum Köllikens steht. Doch ihre 138 Jahre kann sie nur noch schlecht verbergen. Die Aussenmauern sind verfärbt, der Verputz bröckelt. Ein Lifting drängt sich auf für die ehemalige Fabrikantenvilla aus dem Jahre 1880, die heute im Gemeindeeigentum ist.

Den Köllikern liegt ihre Villa Clara am Herzen. Und trotzdem musste sie lange auf ihre Verjüngungskur warten, die sich schon seit gut drei Jahrzehnten aufdrängt. Erst 2015 wurde das Projekt richtig angegangen. Die Wintergmeind bewilligte damals einen Projektierungskredit von 125 000 Franken.

Und ihre Rundum-Verschönerung lässt sich die feine Dame etwas kosten: 1,38 Millionen Franken wird der Gemeindeversammlung vom 23. November für die Sanierung der Gebäudehülle beantragt. Das Projekt stelle «bezüglich Finanzierbarkeit eine Herausforderung für die Gemeinde dar», schreibt der Gemeinderat in der Botschaft zur Wintergmeind.

Nach der Hüllensanierung stehe die Innensanierung an, die nochmals einen vergleichbaren Betrag erfordere. Aufgrund der jährlichen Abschreibungen kommen zusätzlich Kapitalfolgekosten von 50 000 Franken im Jahr hinzu.

Sanierung dauert zwei Jahre

Dafür wird sie laut Botschaft einer «vollständigen Sanierung auf qualitativ sehr hohem Niveau mit spezialisierten Unternehmen» unterzogen, die Arbeiten an den Natur- und Kunststeinen, Holzfenstern, Türen, Fassaden und dem Dach beinhaltet. Während der zwei Jahre dauernden Sanierungsarbeiten können die Räume der Villa wie gewohnt genutzt werden, der regionale Sozialdienst, die Bibliothek und die Spielgruppe müssen also nicht in Provisorien umquartiert werden.

Ein weiterer Kredit wird für die Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen unter dem Konsumweg (ein Privatweg) beantragt. Für die Bauarbeiten, die im Zuge der verkehrstechnischen Erschliessung durchgeführt werden, sollen 354 000 Franken gesprochen werden.

Für ein neues Tanklöschfahrzeug der Gemeinde wird ein weiterer Kredit von 289 000 Franken (nach Abzug des Beitrags der Aargauischen Gebäudeversicherung) beantragt. Weiter sollen die Stimmbürger einen Planungskredit von 20 000 Franken für das Schulinformatik-Konzept bewilligen.

Knapp 300 000 Franken Verlust

Das Budget 2019 weist bei unverändertem Steuerfuss von 114 Prozent einen Verlust von 299 115 Franken aus. Dies ist ein um knapp 200 000 Franken grösseres Minus als im Budget 2018. Im Vergleich zum Vorjahresbudget haben sich vor allem höhere Sozialhilfeausgaben (100 000 Franken), Schulgelder für Kölliker Kinder, die nach Muhen und Safenwil zur Schule gehen (100 000 Franken) und die Kostensteigerung in der Pflegefinanzierung (90 000 Franken) negativ auf das aktuelle Budget ausgewirkt.

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