Vakant
Deutsche wären gerne Bademeister in Kölliken

Ausgerechnet als es doch noch richtig Sommer wurde, hat einer der beiden Bademeister in Kölliken gekündigt. Die Gemeinde sucht deshalb händeringend nach Ersatz. Interessenten gibt es genug. Das Problem: Viele wohnen nicht einmal in der Schweiz.

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Ärgerlicher Personal-Ausfall in der Badi Kölliken (Archiv)

Ärgerlicher Personal-Ausfall in der Badi Kölliken (Archiv)

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Hochsommerliche Temepraturen lockten in den vergangenen Tagen auch die Wasserratten und Sonnenanbeter von Kölliken in die Badi. Für das Schwimmbad-Personal bedeutet das Hochsaison. Ärgerlich nur, dass ausgerechnet jetzt einer der beiden Bademeister gekündigt hat, weil er eine neue Stelle in der Nähe seines Wohnorts gefunden hat.

«Für das Badi-Personal ist das natürlich eine Herausforderung», bestätigt Köllikens Gemeindeschreiber Felix Fischer. Er ist jedoch zuversichtlich: «Wir haben verschiedentliche Bewerbungen erhalten. Nächste Woche finden die ersten Gespräche statt.»

Ein Drittel aus Deutschland

Rund ein Drittel der Bewerbungsschreiben stammt aus Deutschland. Als Grund für dieses grosse Interesse an einer Bademeister-Stelle in der Schweiz vermutet Fischer die unterschiedlichen Ausbildungsmodelle in beiden Ländern. Im Gegensatz zur Schweiz, wo Bademeister verschiedene Ausbildungen in den Bereichen Aufsicht, Lebensrettung aber auch Chemie und Technik durchlaufen, gibt es in Deutschland eine dreijährige Bademeister-Ausbildung mit allem drum und dran, die offenbar sehr beliebt ist.

Ein Bademeister mit Wohnsitz im Ausland ist in den Augen des Gemeindeschreiber aber nicht die ideale Lösung für die Badi Köllien. Denn als Bademeister muss man mit Einsätzen ausserhalb der regulären Arbeitszeit rechnen. «Was ist wenn plötzlich eine Pumpe aussteigt?»

Betrieb nicht tangiert

Bis das Kölliker Bademeister-Team wieder komplett ist, werden noch ein paar - hoffentlich sonnige - Tage vergehen. Bis dahin unterstützen sich die Schwimmbad-Angestellten gegenseitig. Temporäre Pensen konnten aufgestockt werden und die Zuständigkeiten etwas angepasst.

Die Badegäste können ihre Badi aber wie bis anhin geniessen. «Der Badibetrieb ist davon nicht tangiert», verspricht Felix Fischer. (cze)

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