Kölliken
Der Unterhaltungschor Kölliken entführt ins alte Ägypten

Rund 70 Sängerinnen und Sänger bringen das Musical «Das Biest» auf die Bühne. Der Unterhaltungschor Kölliken knüpft damit an die Produktion «Häxebrätt» von 2012 an.

Nora Bader
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Der Unterhaltungschor Kölliken bei den Proben für die Aufführungen des Musicals «Das Biest» in der Mehrzweckhalle.

Der Unterhaltungschor Kölliken bei den Proben für die Aufführungen des Musicals «Das Biest» in der Mehrzweckhalle.

Nora Bader

Aufführungen

Die Aufführungen finden in der Mehrzweckhalle Kölliken statt am 8.11. (20 Uhr), 9.11. (17 Uhr), 14.11. (20 Uhr), 15.11. (20 Uhr) und 16.11. (17 Uhr).

Tickets unter www.ticketvorverkauf.ch oder Telefon 079 771 41 49 (Mi, 5.11., 13-15 Uhr und Mi, 12.11, 8-11 Uhr). Tickets müssen spätestens zwei Tage vor der Aufführung reserviert werden.

Beim Probenbesuch zeigt sich rasch: Besonders überzeugend sind die Soli der Hauptdarstellerin Melanie Bittrich in der Rolle der Nofretete. Bittrich stammt aus Deutschland und lebt seit sieben Jahren in der Schweiz. «Gesungen habe ich schon immer gerne», sagt die operationstechnische Assistentin. Und für diese tolle Rolle habe sie extra Gesangsstunden genommen. «Es macht Spass, beim Musical mitzumachen.»

Zurück ins Restaurant Sternen

Die von Drehbuchautor Hans Abbühl zu Papier gebrachte Geschichte beginnt dort, wo sie beim letzten Musical «Häxebrätt» vor zwei Jahren aufgehört hat: Im Restaurant Sternen in Kölliken. Pädu (Patrick Knuchel) und Hansruedi (Urs Zehnder) werden durch ihren unvorsichtigen Umgang mit einem Reststück des Hexenbretts 3000 Jahre zurückversetzt ins alte Ägypten. Dort werden sie zu Sklaven von Pharao Echnaton und dessen Gattin Nofretete. Dank seines Allgemeinwissens über die Geschichte der Ägypter wird Hansruedi schnell vergöttert und zum Berater des Pharaos erkoren. Pädu darf Nofretete seine neue Modekollektion präsentieren und verliebt sich in die älteste Pharaonen-Tochter Merit-Aton. Sie erwidert seine Liebe.

Hansruedi und Pädu führen ein pharaonisches Leben, bis sie zwischen die Fronten geraten. Als Nofretete dafür sorgt, dass Echnaton mit der Hilfe ihres Bruders Semenchkare stirbt, wird Hansruedi des Mordes verdächtigt. Im letzten Moment kann er sich zurück in den «Sternen» beamen. Nofretete tötet ihren Bruder und wird zur Pharaonin gekrönt. Die Liebe zwischen ihrer Tochter und Pädu passt ihr gar nicht, sodass auch er zurück nach Kölliken flüchten muss. Aber sehen sich die Liebenden je wieder?

70 Personen machen mit

«Die Figuren haben plötzlich eine gewisse Eigendynamik entwickelt», erzählt Hans Abbühl. So sei denn aus der anfangs netten Nofretete «Das Biest» geworden. «Der Titel entstand im Laufe des Schreibens», so Abbühl.

Beim Musical machen insgesamt rund 70 Personen mit. Davon sind zwei Drittel Frauen. Die Mitglieder kommen aus Kölliken sowie aus der näheren und weiteren Umgebung. Willkommen sind stets auch Sängerinnen und Sänger, die nicht im Verein sind. «Mit sinkenden Mitgliederzahlen hat der Unterhaltungschor Kölliken zum Glück nicht zu kämpfen», sagt der musikalische Leiter Fritz Werren,

Für das Musical hat Werren 21 Stücke für den vierstimmigen Chor arrangiert. Darunter sind Hits wie «4th of July» von Amy Macdonald, «Manhattan» von Bligg, «Jede bruucht sy Insel» von Peter Reber, Lieder aus dem Musical Aida oder «Nur wer den Wahnsinn liebt» von Helene Fischer. Die Texte dazu wurden teilweise dem Thema angepasst.

Alles passt zusammen

Das Stück sei anspruchsvoll, sagt Fritz Werren. «Die Darsteller müssen sehr viel im Kopf behalten. Zum Teil haben sie diverse Rollen inne, müssen Kleider und Positionen wechseln. Noch nicht ganz alles sitzt so perfekt, wie es sollte.» Jedenfalls ist er zufrieden mit seinen Sängerinnen und Sängern: «Es ist wahnsinnig, mit wie viel Engagement jeder Einzelne bei der Sache mit dabei ist.» Geprobt wird seit Januar: dienstags die Männer, donnerstags die Frauen und einmal monatlich alle zusammen.

Die Kostüme seien von einer Gruppe Frauen des Chors zusammengestellt worden. «Es ist unglaublich, welchen Aufwand sie dafür betrieben haben und wie viele Orte abgeklappert worden sind, um die perfekten Requisiten zu finden.» Bis jetzt überzeugt durch und durch, was der Chor auf die Beine gestellt hat. Noch eine Woche – dann muss zur Premiere vom 8. November auch der allerletzte Einsatz sitzen.

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