Musette-Klänge stimmen in die Komödie ein; sie spielt in Paris. Vorne links sitzt ein Schriftsteller an seinem Laptop und setzt ab und an auf einen Schluck Schnaps zur Förderung der Kreativität. Das Geschäft läuft harzig.

Auf der rechten Seite der Bühne führt Madame Labellie ihre Agentur «Paris Interim». Sie vermittelt Damen verschiedenen Alters an Männer, für Sekretariatsarbeiten, Konversation und mehr.

Reizvolle Ausgangslage

Was der Zuschauer nach und nach merkt: Da wird gespielt, was der Schriftsteller schreibt. Bei dem dient sich nun der Teufel persönlich an: Für die Seelen der fünf Frauen jener Agentur bietet er ihm einen Literaturpreis. Der Leibhaftige übernimmt gleich das Diktat. Eine reizvolle Ausgangslage, und die Damen verändern sich, wie es scheint, in die richtige Richtung – höllwärts nämlich.

Der Teufel wird von einem Afrikaner gespielt. Ist das nicht heikel? «Für mich ist der Teufel schwarz und rot», sagt Beat Erni, und mit Patrick Nagbe habe er ohne schminken zu müssen einen Dunkelhäutigen mit St.-Galler-Dialekt zum Teufel gemacht, der seine tragende Rolle als Bühnenneuling überzeugend spielt. Was übrigens auch für die anderen vier Männer und fünf Frauen gilt.

Wundersame Veränderungen

Die Agenturleiterin kommt über den Teufel in den Besitz eines Bildes der Heiligen Armelle, ihrer Urururgrosstante. Diese Dame erweist sich als Widerpart des Satans und es geschehen wunderliche Charakterveränderungen. Die ehemalige Männerkonsumentin liebäugelt mit dem Eintritt ins Kloster. Das verschupfte, aber vielsprachige alte Mauerblümchen blüht auf, kurz: Die Verbrechen, die der Teufel einfädelt, um in den Besitz der Frauenseelen zu gelangen, sind gefährdet. Zumal die Liebe zuschlägt, wo sie will. So sieht denn der Autor seine Geschichte und der Teufel seine Seelen davon schwimmen.

Technische Herausforderungen

«Ich bin sehr zufrieden», sagt Regisseur Beat Erni nach der Sonntagsprobe, «aber gebt noch etwas mehr Gas.» Eine besondere technische Herausforderung sind die Filmsequenzen, die einen Gehilfen des Teufels bei seinen Bemühungen zeigen, die Frauen teuflisch zu beeinflussen, derweil der Teufel zusammen mit dem Autor die Szenen betrachtet. Und mit dem Gehilfen spricht.

Premiere ist am Samstag, 11. Januar um 20 Uhr im Forum Triengen. Weitere Aufführungen: Dienstag, 14., Mittwoch, 22. und Samstag, 25. Januar, jeweils um 20 Uhr, sowie am Sonntag, 19. Januar, um 12.30 Uhr (Brunch ab 10 Uhr). Vorverkauf online: www.theater-triengen.ch, oder 077 473 47 00, dienstags 17 bis 19 und samstags 9 bis 11 Uhr.