Triengen LU
Der Steuerfuss, ein Kreisel und die Bremgartner Badi werden Fasnachtssujets

Feuchtes Wetter für die «Fröschenzunft», doch dank witziger, auch lokaler Sujets hatte das Volk am Strassenrand am Umzug seine Freude. Mit Witz und Kreativität nahmen die Zünfter politische Themen aufs Korn.

Peter Weingartner
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Zwei Schöne am Strassenrand
36 Bilder
Zunftmeisterfamilie
Was kommt denn da
Trienger Steuerfussgeschichte
Trienger Kreiselfieber
Teufel und Bär
Swissarmy-Rausverkauf
Strassenrand
Strassentheater
Ständerat
Schöne Gruppe
Schöne Kleine
Rhythmusrammler in Aktion
Ratteschwänz 2
Rätteschwänz 1
Pustebacken
Lust auf etwas Warmes
Nachwuchsguugger
Fasnachtsumzug Triengen
Kreiselfieber in Büron
Kaffeee mit wärmt
Grimmiger Guugger aus Winikon
Gespannte Erwartung
Geothermie
Frau Pfarrer mit Tochter
Frau Pfarrerin möchte mehr Handtücher im Kindergarten
Etwas für die Kleinen
Eichleguugger Eich
Die Bluetsuuger jubilieren
Chommerbuebe mit Nachwichs schmeissen Konfetti
Brittnauer Wagen
Bluetsuuger in Aktion
Badespass in Bremgarten
Alle brauchen eine Vignette
Auch das Wildmannli hat Konfetti abbekommen
Auch zwei schöne im Regen

Zwei Schöne am Strassenrand

Peter Weingartner

Es kreiselt im Luzerner Surental: In Triengen soll der provisorische Kreisel am Dorfeingang bald definitiv werden. In Büron derweil leidet man an einem Kreiseltrauma, gegen welches nur Galgenhumor mit Kreiselquiz hilft: Die Planung will kein Ende nehmen. Plant man seit 10 oder 30 Jahren?

Die Schlierbacher Roggenzunft liess Trienger Geothermie-Träume in einem bebenden Haus enden. Die einheimische Fröschenzunft nahm auf ihrem Wagen die Trienger Steuerfusskapriolen aufs Korn: 2012 Erhöhung um mehr als der Gemeinderat vorgeschlagen hatte; 2013 Senkung. Der Reim dazu: «Auf und nieder, immer wieder.»

Und dazu flogen Konfetti und Schreddermaterial auf die Hauptstrasse. Konfetti schmissen auch die vielen verkleideten kleinen Zuschauer am Strassenrand, denen der politische Gehalt der Sujetwagen weniger wichtig war als ein gelungener Wurf ins Gesicht (oder Instrument) eines Guggenmusikanten.

Doris und Bremgartens Badi

Die Surentaler grasten auch auf der überregionalen Wiese. So konnte man Doris Leuthard im Originalton mit Vehemenz die Lastwagenvignette verteidigen hören: «Alle brauchen eine Vignette, alle!» Und die Wilihöfer mischten Bremgartens Badi mit Asylbewerbern zu einem der am schönsten gestalteten Wagen. Der knappe Reim dazu: «Badispass mit Schweizer Pass!»

Nicht alle Sujets eignen sich gleichermassen. Der Militär-Rausverkauf lässt sich weniger gut spielen als eine Abstimmung im Ständeratssaal, wo ein Zählrahmen gute Dienste leistet. Farbtupfer setzten Kleingruppen und die Gäste wie die Häfezunft Brittnau und die Sohretaler Chommerbuebe Leerb.

Dankbar war das Publikum gestern Nachmittag nicht nur für Hochprozentiges im heissen Kaffee, ausgeschenkt von mehreren Gruppen. Auch das Dutzend Guggenformationen machte das garstige Wetter erträglicher, vorab beim Monsterkonzert im Anschluss an den Umzug. Unter Getöse ging am Abend das Chluri, eine traditionelle Trienger Fasnachtsfigur in Flammen auf; die Fastenzeit kann beginnen.