Es kreiselt im Luzerner Surental: In Triengen soll der provisorische Kreisel am Dorfeingang bald definitiv werden. In Büron derweil leidet man an einem Kreiseltrauma, gegen welches nur Galgenhumor mit Kreiselquiz hilft: Die Planung will kein Ende nehmen. Plant man seit 10 oder 30 Jahren?

Die Schlierbacher Roggenzunft liess Trienger Geothermie-Träume in einem bebenden Haus enden. Die einheimische Fröschenzunft nahm auf ihrem Wagen die Trienger Steuerfusskapriolen aufs Korn: 2012 Erhöhung um mehr als der Gemeinderat vorgeschlagen hatte; 2013 Senkung. Der Reim dazu: «Auf und nieder, immer wieder.»

Und dazu flogen Konfetti und Schreddermaterial auf die Hauptstrasse. Konfetti schmissen auch die vielen verkleideten kleinen Zuschauer am Strassenrand, denen der politische Gehalt der Sujetwagen weniger wichtig war als ein gelungener Wurf ins Gesicht (oder Instrument) eines Guggenmusikanten.

Doris und Bremgartens Badi

Die Surentaler grasten auch auf der überregionalen Wiese. So konnte man Doris Leuthard im Originalton mit Vehemenz die Lastwagenvignette verteidigen hören: «Alle brauchen eine Vignette, alle!» Und die Wilihöfer mischten Bremgartens Badi mit Asylbewerbern zu einem der am schönsten gestalteten Wagen. Der knappe Reim dazu: «Badispass mit Schweizer Pass!»

Nicht alle Sujets eignen sich gleichermassen. Der Militär-Rausverkauf lässt sich weniger gut spielen als eine Abstimmung im Ständeratssaal, wo ein Zählrahmen gute Dienste leistet. Farbtupfer setzten Kleingruppen und die Gäste wie die Häfezunft Brittnau und die Sohretaler Chommerbuebe Leerb.

Dankbar war das Publikum gestern Nachmittag nicht nur für Hochprozentiges im heissen Kaffee, ausgeschenkt von mehreren Gruppen. Auch das Dutzend Guggenformationen machte das garstige Wetter erträglicher, vorab beim Monsterkonzert im Anschluss an den Umzug. Unter Getöse ging am Abend das Chluri, eine traditionelle Trienger Fasnachtsfigur in Flammen auf; die Fastenzeit kann beginnen.