Attelwil-Reitnau
Der Startschuss zur Fusionsanalyse ist erfolgt

Vier Gruppen durchleuchten in den kommenden Monaten die beiden Gemeinden Attelwil und Reitnau und erarbeiten Grundlagen zur Entscheidungsfindung für die Fusion.

Raphael Nadler
Merken
Drucken
Teilen
Projektausschuss (v.l.): Roger Lehner (Attelwil), Regina Lehmann (Reitnau) und Martin Hitz (Projektleiter), es fehlt Marc Schmellentin (Vertreter Kanton Aargau). ran

Projektausschuss (v.l.): Roger Lehner (Attelwil), Regina Lehmann (Reitnau) und Martin Hitz (Projektleiter), es fehlt Marc Schmellentin (Vertreter Kanton Aargau). ran

«Die beiden Gemeinden haben sehr gute Voraussetzungen für eine Fusion», sagt Projektleiter Martin Hitz, der die beiden Gemeinden bei der Fusionsanalyse begleitet und selbst auch aktiv mitwirkt. «Die grosse Herausforderung besteht darin, bei den emotionalen Aspekten gute Kompromisse zu finden.»

Martin Hitz referierte am Mittwochabend anlässlich des Kick-off-Meetings im Gemeindehaus Attelwil zusammen mit den beiden Gemeindeammännern Roger Lehner und Regina Lehmann vor den Mitgliedern der vier Arbeitsgruppen. «Wir verfolgen ein sehr sportliches Ziel, indem wir den Start der fusionierten Gemeinde auf den 1. Januar 2019 festlegen», sagt Martin Hitz. «Wenn ich aber sehe, wie motiviert alle hier ans Werk gehen, dann bin ich überzeugt, dass es machbar ist.»

Bis Ende Januar nehmen nun 26 Personen aus beiden Gemeinden in den vier Arbeitsgruppen Finanzen, Infrastruktur, Organisation und Soziales, Kultur und Bildung den Ist-Zustand auf, analysieren Differenzen und erarbeiten Vorschläge für die Neuregelung. Diese werden der Bevölkerung später vorgelegt und dienen ihr als Grundlagen für die Entscheidungsfindung bei der Fusionsabstimmung.

«Auch wenn wir schon in sehr vielen Bereichen zusammenarbeiten, so wird es noch einige Knackpunkte zu lösen geben», ist auch Attelwils Gemeindeammann Roger Lehner überzeugt. «Dabei gibt es noch andere emotionale Aspekte als nur die Diskussionen um einen allfälligen neuen Ortsnamen, die Postleitzahl oder ein neues Wappen.»

Schiesswesen und Abfall

«Weil wir von diesem Zusammengehen überzeugt sind, werden wir auch Lösungen finden», ist Reitnaus Frau Gemeindeammann Regina Lehmann überzeugt. Es ist ihr aber bewusst, dass es für eine Lösungsfindung zu den Themen Ortsbürgergemeinde, Schiesswesen oder Abfallentsorgung mehr als nur eine Sitzung benötigt, wie sie augenzwinkernd sagt.

Bereits kurz nach der Zuteilung der Aufgaben an die Gruppen begannen die ersten Diskussionen. «Die Stimmung ist sehr positiv», stellte Projektleiter Martin Hitz fest. Er hat in seinen bisherigen Funktionen bereits mehrere Teilabschnitte bei andern Fusionen begleitet. «Attelwil-Reitnau ist aber mein erstes Gesamtprojekt, welches ich vom Anfang bis zum Ende begleite.» Unterstützt werden er und die beiden Gemeinden auch von Marc Schmellentin, dem stellvertretenden Leiter des Gemeindeinspektorats des Kantons Aargau.