Menziken

Der Schwyzerhübel ist ein wahres Schmuckstück geworden

Karl Hirt erklärt Besuchern die Tierwelt im grossen, mit Stabilitkalk abgedichteten Teich. Foto: Peter Siegrist

Karl Hirt erklärt Besuchern die Tierwelt im grossen, mit Stabilitkalk abgedichteten Teich. Foto: Peter Siegrist

Eine ehemalige Deponie ist jetzt ein blühendes Paradies. Bereits 1986 hat der Menziker Gemeinderat auf Antrag der Naturschutzkommission beschlossen, eine Naturschutzzone auszuscheiden.

Der «Schwyzerhübel» lebt. Davon konnten sich am Samstag anlässlich der offiziellen Einweihung des Naturschutzgebietes die vielen Besucher überzeugen. Kaum strahlte die Sonne auf die Wasserflächen, stimmten die Wasserfrösche einen mehrstimmigen Gesang an.

Die Naturschutzzone «Schwyzerhübel» umfasst rund 1,25 Hektaren Fläche und liegt auf dem ehemaligen Deponieareal der Gemeinde Menziken. Bereits 1986 hat der Menziker Gemeinderat auf Antrag der Naturschutzkommission beschlossen, eine Naturschutzzone auszuscheiden.

Viel Erde und Kies ist seither bewegt worden und ebenso viel Arbeit ist von den Naturschützern geleistet worden. Bereits 1989 wurden östlich der damaligen Deponie zwei Teiche geschaffen, wo sich rasch Amphibien ansiedelten. Seit Jahr 2007 wurde das von der Gemeindeversammlung beschlossene Projekt schrittweise ausgeführt. Treibende Kräfte auf politischer Seite waren die ehemaligen Gemeinderäte Hansrudolf Trachsel und Ursi Fischer. Die Entwicklung und Ausgestaltung des Landstückes sowie die Leitung der Bauarbeiten lagen in den Händen von Karl Hirt und der Naturschutzkommission. An der Einweihungsfeier hat sich Gemeindeammann Annette Heuberger bei allen Beteiligten, die mit Rat und Tat zur Vollendung des Werkes beitrugen bedankt.

Karl Hirt hielt kurz Rückschau auf die «lange Bauzeit» und erläuterte das räumliche Konzept des Gebietes. «Wir haben immer wieder Material aus der Region, zum Beispiel Kies aus der Wyna oder Sand aus Egliswil herangeführt und eingebaut», sagte Hirt. Zu den zwei «alten» Weihern sind jetzt drei neue hinzugekommen. Zwei Teiche wurden mit Lehm abgedichtet, der grössere dritte mit Stabilitkalk. Ein Abgrenzungsdamm trennt das Gebiet vom Kulturland, im Zentrum wurde ein Trennriegel mit einer nach Süden gerichteten Sandwand aufgebaut. Die Besucher konnten sich von einer bereits artenreichen Flora und Fauna überzeugen. Der Schwyzerhübel werde sich in den nächsten Jahren permanent weiter entwickeln, erklärte Hirt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1