Schöftland

Der Polizist zum Anfassen ist begehrt

Daniel Bollier (grünes T-Shirt), Sandra Perazzi, Roman Holenstein, Marcel Hauri, Trudy Müller, Stefanie Moser, Alain Marti (Uhrzeigersinn).

Daniel Bollier (grünes T-Shirt), Sandra Perazzi, Roman Holenstein, Marcel Hauri, Trudy Müller, Stefanie Moser, Alain Marti (Uhrzeigersinn).

Für die zweite Durchführung der «Conaction»-Jugendworkshops wurde das OK mit Anmeldungen überrannt.

Zusammen mit dem Polizisten Pfeile abschiessen? Mit der Jugendarbeiterin Cocktails mixen? Was Eltern von Oberstufenschüler im ersten Augenblick stutzig macht, ist der in der Region Zofingen bereits seit 10 Jahren durchgeführte Workshop-Tag «Conaction», an dem Jugendliche mit Polizisten auf Tuchfühlung gehen. Das Ziel: Den Menschen hinter der Uniform zu entdecken, um Schwellenängste abzubauen.

Letztes Jahr wurde das von der Jugendpolizei Zofingen initiierte Projekt nach Schöftland ausgelagert, wo deren Oberstufenschülerinnen und -schüler sich zu Sport- und Spasskursen anmelden konnten. Mittlerweile hat die Mund-zu-Mund-Propaganda das Ihrige getan, denn für die zweite Durchführung am 23. Oktober sei das OK-Team mit Anmeldungen überrannt worden, sagt Gemeinderätin Trudy Müller, Vorsteherin für Jugendarbeit. Es hat nur noch wenige Plätze. Das OK-Team, bestehend aus Jugendarbeiterinnen, Oberstufenlehrern und Vertretern von Xunds Schöftle sowie der Repol Zofingen, ist gerade in den letzten Vorbereitungen.

Die Workshops sollen laut Alain Marti, Repol-Gruppenchef Prävention, nicht allein bezwecken, dass Jugendliche und erwachsene Autoritätspersonen einen Nachmittag lang den Plausch haben. Die Begegnung verfolgt auch einen präventiven Zweck. «Wenn die Jugendlichen den Polizisten kennen, greifen sie auch eher zum Telefonhörer – sei es, um Hilfe zu suchen oder etwas zu melden, das geschehen ist», so Marti. Erfahrungen, die dies belegen, wurden im Raum Zofingen bereits gemacht.

Der DJ-Workshop und das (alkoholfreie) Cocktailmixen hätten den Oberstüflern (die Schule Schöftland reicht jetzt von Hirschthal bis Reitnau) letztes Jahr am besten gefallen, sagt Jugendarbeiterin Stefanie Moser. Höhepunkte dieses Jahr dürften das Freerunning in der Badi und Drohnenfilmen sein. (fdu)

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