Reinach
Der Orchesterverein Reinach erklingt jetzt neu mit dem Namen «Camerata aargauSüd

Der Orchesterverein Reinach bereitet sein nächstes Konzert unter neuem Namen vor. Der Laienorchester tritt neu unter dem klingenden Namen «Camerata aargauSüd» auf.

Peter Siegrist
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Konzert des OV-Reinach mit dem Dirigenten und Cellosolisten David Reitz in Schöftland. archiv Mathias Marx

Konzert des OV-Reinach mit dem Dirigenten und Cellosolisten David Reitz in Schöftland. archiv Mathias Marx

Mathias Marx/Aargauer Zeitung

Der Orchesterverein Reinach wechselt zwei Jahre vor seinem 70. Geburtstag den Namen. Neu tritt das Laienorchester unter dem klingenden Namen «Camerata aargauSüd» auf.

«Der neue Name ist ein klares Bekenntnis zur Region», sagt Präsidentin Nina Stocker. Das Orchester sei seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region.

Der Name Orchesterverein Reinach habe für viele nicht nur leicht altertümlich getönt, er entspreche auch nicht mehr der Realität.

Nächstes Konzert: Sang und klang

Am Sonntag, 22. September, 19.30 Uhr lädt die Camerata aargauSüd unter der Leitung von David Reitz zum Konzert in die reformierte Kirche Reinach. Gemeinsam mit dem auch von Reitz geleiteten Kirchenchor Effretikon werden die Konzertbesucher unter dem Motto «Sang und Klang» auf eine «musikalische Reise in geistliche und weltliche Gefilde» mitgenommen. Es gelangen Werke von Felix Mendelssohn, Gabriel Fauré, Franz Schubert, Robert Schumann, Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi zur Aufführung. Die Soli singt die Sopranistin Sandra Werner aus Eglisau. Am 21.9., 19.30 gleiches Konzert in der Ref. Kirche
Effretikon. (psi)

Nur ein kleiner Teil der heute 20 ständigen Mitglieder wohne in Reinach. «Unsere Mitglieder kommen aus der weiteren Umgebung, wir sind heute ein regionales Orchester», sagt Stocker.

Mit dem neuen Namen stellt sich Reinach in Reihe berühmter Orchester wie: Camerata Bern, Camerata Zürich, Camerata Schweiz. Nina Stocker sagt, dass bei der Namensfindung «Camerata» rasch im Vordergrund statt.

Dabei ging es nicht um eine verbale Aufwertung, gesucht war ein modern klingender Name. Der Begriff Camerata sei in der Musikszene bekannt und bezeichne genau die Zusammensetzung des Reinacher Orchesters. Vom italienischen «camera» abgeleitet, wird Camerata häufig für Kammerorchester verwendet.

Ein reines Streichorchester

Das Reinacher Orchester ist ein reines Streichorchester mit Violinen, Bratschen, Celli und Kontrabass. Weder Holz noch Blechbläser gehören zu den ständigen Mitgliedern. Bläser, Cembalisten und Schlagzeuger werden jeweils je nach Werkauswahl als Zuzüger engagiert. «Wir sind von der Grösse her ein Kammerorchester», sagt Stocker.

«Der neue Name soll unsere Öffnung signalisieren, möchten wir doch vermehrt Musiker aus der Region ansprechen.» Das Orchester bemüht sich heute um junge Instrumentalisten und gibt ihnen die Gelegenheiten erste Erfahrungen im Zusammenspiel zu machen. Immer wieder erhalten auch junge Solisten eine Plattform für Auftritte.

Die Namensänderung eines Orchesters ist dieses Jahr nicht einzige im Kanton. Vor wenigen Wochen hat das Aargauer Symphonie-Orchester (ASO) mitgeteilt: «Musik hat einen neuen Namen.» Das Orchester heisse jetzt «argovia philharmonic», und dieser neue Name bedürfe wie die Musik keiner ausgeprägten Erklärung.

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