Zetzwil
Der Gwärbi-Elektriker setzt alle ins richtige Licht

Wenn am Donnerstagabend an der Gwärbi in Zetzwil das Licht angeht, stehen die Leute im Rampenlicht, die nichts dafür können, dass es hell ist. Der Chef-Elektriker, René Würgler, hingegen kann im Hintergrund stehen oder sich dem Apéro zuwenden.

Peter Siegrist (Text und Fotos)
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René Würgler, Herr über Sicherungen und Stecker.

René Würgler, Herr über Sicherungen und Stecker.

Am Mittwoch allerdings war Würgler ein gefragter Mann. «Und für Überraschungen war gesorgt», sagt er, nimmt es aber gelassen. Würgler hat die Verantwortung für die elektrischen Installationen an der Gewerbeausstellung in Zetzwil. Er hat im Vorfeld mit einem Fragebogen bei den Ausstellern die Elektro-Bedürfnisse in Erfahrung gebracht. «Wir haben pro Stand eine Steckdose versprochen», erklärt der Fachmann, «in der offenen Halle beziehen die Aussteller die Energie von Verteilkästen.»

Im Normalfall funktioniere das gut, sagt Würgler, aber ab und zu komme es vor, dass ein Aussteller seine Bedürfnisse nicht anmelde oder dass er zu wenig genau über die gebrauchte Leistung informiert habe. Würgler kennt das. Aber «dann gibts eine kleine Feuerwehrübung und wir rüsten nach.» Auf jeden Fall seien genügend Leistungsreserven eingeplant, sagt der Fachmann, «zum unerwarteten Lichterlöschen wird es nicht kommen».

Würgler, seit einem Jahr pensioniert, hat diesen Job von seinem früheren Arbeitgeber als Mandat übernommen und kann so seine Erfahrung aus früheren Ausstellungen einbringen.

Die Infrastruktur steht bereit

Am Mittwochnachmittag gleichen die Ausstellungshallen einem Bienenhaus. Auf dem Parkplatz vor den Hallen drängen sich Firmenlieferwagen, vollbepackt mit Ausstellungswänden, Plakaten und Geräten.

Zum Teil schweres Material wird in die Halle gerollt oder hineingetragen. Gestelle werden montiert, Scheinwerfer installiert. Bei den HUWA-Waschmaschinen läuft bereits ein Produktefilm über den Bildschirm. Und beim Stand vis-à-vis polieren die Angestellten der ValiantBank ihre Chromstahltischchen auf Hochglanz.

Rasenteppiche werden ausgelegt, Kübelpflanzen aufgestellt, die Hallen werden Schritt für Schritt wohnlicher und freundlicher. Von der Rückwand des Standes der aargauSüd-Gemeinden Gontenschwil, Leimbach und Zetzwil lachen die Konterfeis der Schulkinder in die Halle hinaus.

Schimpfen und laute Worte sind nicht zu hören, dafür wird viel gelacht und gescherzt. Eine gewisse Vorfreude auf die kommenden Ausstellungstage liegt in der Luft, wenn auch noch viel Arbeit auf die Aussteller wartet. «Man weiss ja», sagt einer, «es sind die kleinen Details, die viel Zeit brauchen.»

Mitten im Getümmel steht OK-Präsident Peter Haller und beantwortet Fragen, gibt Ratschläge oder bespricht sich mit andern OK- Mitgliedern. «Es gibt noch viel zu tun», sagt Haller, «aber das ist jedes Mal so. Ungeplantes gehört einfach dazu.» Haller hat nicht nur die Übersicht zu behalten, er ist zusätzlich daran, seinen eigenen Stand aufzubauen und einzurichten. Als Gewerbler ist auch er an der Ausstellung vertreten.

René Würgler hat inzwischen rund 300 Meter Kabel verlegt und kennt die Lage jeder Steckdose.

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