Kölliken
Der Garten hinter der Kirche in Kölliken

Die erste Ernte des neuen Gartenprojekts der Katholischen Pfarrei Heilige Familie kann eingefahren werden – noch ist sie klein, doch sie kann grösser werden.

Christine Fürst
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Bernadette Bernasconi begutachtet den Gründünger im Gartenbeet hinter der katholischen Kirche.cfü

Bernadette Bernasconi begutachtet den Gründünger im Gartenbeet hinter der katholischen Kirche.cfü

Der Garten ist ihre Leidenschaft. Bernadette Bernasconi bezeichnet den Garten als Kraftquelle, obwohl es auch körperliche Kraft brauche, ihn zu unterhalten. «Es tut mir einfach gut, im Garten zu arbeiten», sagt die Seelsorgerin der Katholischen Pfarrei Heilige Familie Schöftland.

So ist es nicht erstaunlich, dass sie auf die Idee kam, auf dem Land hinter der katholischen Kirche in Kölliken einen Garten anzulegen. Jedoch nicht nur für sich selbst, sondern für diejenigen, die sich ihren Wunsch vom eigenen kleinen Garten erfüllen möchten. Dies können laut Bernasconi auch Gruppen, Vereine oder Institutionen sein.

Seit einigen Jahren lag der rund 300 m grosse Landstreifen brach. Er war verwildert und überwachsen. Es hätte einige Mühe gebraucht, den Boden vom Unkraut zu befreien. Doch Bernasconi bekam Hilfe: Mit den Firmanden hat sie gerodet, ein Bauer hat danach gepflügt.

Ein Ort der Begegnungen

Ein Holztisch und zwei Bänke stehen am Eingang des Gartens. Denn: «Es soll nicht nur ein Garten sein, sondern auch ein Ort für Begegnungen», sagt Bernasconi.

Dafür steht im Gartenhäuschen ein Grill neben den verschiedenen Gartenwerkzeugen. In zwei grossen Tanks lagert Wasser zum Giessen. Die Infrastruktur sowie einige Gartenwerkzeuge werden von der Pfarrei zur Verfügung gestellt. Und es sei Ziel, dass das Projekt «Zäme Garte schaffe» auch in den vier anderen Pfarreien des Pastoralraumes Region Aarau durchgeführt werde.

Bernasconi hat selbst zwei Gartenbeete, die sie bepflanzt. Und sie gibt auch gerne Tipps und Tricks aus ihrem privaten Gartenschatz weiter. So hat sie geraten, zuerst eine Gründüngung mit Leguminosen-Pflanzen zu machen, damit sich die Bodenstruktur verbessert.

Doch auch Gurken, Bohnen oder Radieschen wurden bereits gesetzt und konnten erfolgreich geerntet werden. Noch ist die Ernte klein, doch auf dem Stück Land hat es noch Platz für weitere Gärtner.

Regeln gibt es keine. Jedoch habe sie darauf geschaut, dass die Beete so ausgerichtet werden, damit der Schattenwurf ins eigene Beet und nicht in jenes der Nachbarn fällt.

Vielleicht gebe es in Zukunft auch ein Kompostier-Konzept. Bernasconi freut sich nun auf die nächste Gartensaison und sie weiss: «Einen Garten zu haben, heisst auch, dran zu bleiben. Er ist eine Art Lebensschule.»

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