Aarau
Schulschlussfeier des Gymnasiums der alten Kanti: Der Corona-Jahrgang war sogar etwas besser

An der Alten Kantonsschule Aarau fand die Schlussfeier statt. Nur 3 von 245 haben die Maturaprüfung nicht bestanden.

Urs Helbling
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Der Abteilungslehrer der G4C, Roger Sax, übergibt das Matura-Zeugnis an Sina Reinschmidt. Die Feier fand vor dem Hauptgebäude der Alten Kantonsschule statt.

Der Abteilungslehrer der G4C, Roger Sax, übergibt das Matura-Zeugnis an Sina Reinschmidt. Die Feier fand vor dem Hauptgebäude der Alten Kantonsschule statt.

Urs Helbling

Zum zweiten Mal fand die Schulschlussfeier des Gymnasiums der Alten Kanti Aarau coronabedingt nicht im Saal der Freien Christengemeinde in der Telli statt. Zum ersten Mal wurde sie unter der Leitung vor Rektor Andreas Hunziker durchgeführt (sein vor Jahresfrist verabschiedeter Vorgänger Martin Burkard war am Samstagmorgen im Publikum).

Die Uselütete, kombiniert mit der Zeugnisübergabe unter einem Zeltdach vor dem Albert-Einstein-Haus, hat sich erneut bewährt – natürlich auch wegen des guten Wetters am Samstag. Von den 245 Gymnasiasten, die zur Schlussprüfung angetreten waren, haben 242 bestanden – es müssen also nur 3 in die Zusatzrunde.

«Sie hatten wahrlich keine normale Kanti-Zeit»

Die erfolgreichen Absolventen erhielten, beginnend morgens um 9 Uhr mit der Sportkanti, in elf Etappen (jeweils klassenweise) die Matura-Zeugnisse. Ihre Kanti-Zeit begann im August 2017. Rektor Andreas Hunziker betonte, seither sei viel passiert. «Die letzten zwei Jahre verliefen völlig anders, als wir uns das je vorstellen konnten», erklärte Rektor Hunziker. «Sie hatten wahrlich keine normale Kanti-Zeit.» Geschlossene Schule (Homeschooling), halbe Klassen, Unterricht mit Maske, wieder Homeschooling, klassenweise Quarantäne.

Auch wenn, so Hunziker, pandemiebedingt vielleicht nicht alle Inhalte der Lehrpläne hätten vermittelt werden können, so habe sich das auf die Entwicklung der Kantonsschüler nicht nur negativ ausgewirkt. Etwa, weil diese stärker hätten in die digitale Welt eintauchen müssen oder weil sie gemerkt hätten, wie wichtig Empathie sei. Diese Bereiche würden ihnen in Zukunft ebenso viel bringen, wie das reine Fachwissen.

Der Notenschnitt war leicht höher als in den Vorjahren

Und wie ist es mit den Noten? Es sei nicht so, dass der aktuelle Jahrgang schlechtere Ergebnisse erzielt habe, betonte Hunziker. «Im Gegenteil, der Schnitt über alle Abteilungen und Fächer hinweg ist sogar leicht höher als in den Vorjahren.» Und der Rektor ergänzte: «Darauf dürfen Sie stolz sein.»

Der Beste mit Note 5,9: Samuel Burger mit Konrektor Patrick Bläuenstein (l.) und Klassenlehrer Jochen Breer.

Der Beste mit Note 5,9: Samuel Burger mit Konrektor Patrick Bläuenstein (l.) und Klassenlehrer Jochen Breer.

Zvg

Haarscharf an der 6 vorbei

Die Berufsschule Aarau bsa bietet als Berufsmaturitäts-Kompetenzzentrum die Richtungen Technik, Natur, Gesundheit und Gestaltung an. Wegen Corona fanden statt einer einzigen Feier mit 900 Personen dieses Jahr elf klassenweise Feiern im festlichen Rahmen mit Begleitung statt. Der Reigen begann um 14 Uhr und endete um 20 Uhr.

Von den fast 200 Absolventen der BM1 und BM2 erreichten 16 eine Note von 5,4 und besser. Obenaus schwangen mit sensationellen 5,8 Kim Rimann, Niederrohrdorf, und mit 5,9 Samuel Burger, Döttingen. Rektor Paul Knoblauch betonte den Wert der breiten humanistischen Ausbildung der BM, die Perspektiven eröffnet. Konrektor und BM-Leiter Patrick Bläuenstein lobte den Durchhaltewillen der Absolventen, der in Wirtschaft und Gesellschaft immer wichtiger wird. (az)