Gontenschwil
Der Bauernverband hält Finger auf Bauernland

Der Bauernverband verlangt bei der geplanten Zonenplanänderung mit Richtplananpassung im Mättenfeld, dass auch eine Auszonung geprüft wird. Zudem verlangt der Verband, dass Bauten dereinst möglichst ressourceneffizient erstellt werden.

Peter Siegrist
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2,4 Hektaren Landwirtschaftsland will die Gemeinde einzonen.

2,4 Hektaren Landwirtschaftsland will die Gemeinde einzonen.

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In seiner Stellungnahme äussert der Bauernverband Aargau (BVA), dass der er die geplante Ausdehnung der Industriezone in Gontenschwil kritisch beurteile. «Bestehendes Gewerbe soll sich entwickeln können», hält der BVA fest, «jedoch sollen andernorts zu grosse Bauzonen ausgezont werden».

Zustimmung unter Vorbehalt

Der geplanten Anpassung des Siedlungsgebiets und der Anpassung der Landschaften von kantonaler Bedeutung (LKB) in Gontenschwil stimmt der BVA unter Vorbehalten zu: «Die bedingte Einzonung in der kommunalen Nutzungsplanung mit der ausschliesslich für die gemäss Konzept vorgesehenen Nutzungen ist für den BVA Voraussetzung. Dabei ist auf den längerfristigen Erhalt der neuen Gewerbebauten zu achten.»

In die Höhe statt in die Breite

Generell verlangt der Verband, den Nachweis, dass die Bauten möglichst ressourceneffizient erstellt würden, insbesondere bezüglich Kulturland. Der BVA weist dabei auf die Wichtigkeit zur Erhaltung des Kulturlandes im Allgemeinen und der Fruchtfolgeflächen im Speziellen hin. In den letzten 40 Jahren wurde in der Schweiz die Fläche des Kantons Aargau zu betoniert. Deshalb soll auch in Gontenschwil geprüft werden, ob anstatt der grossflächigen Bauten nicht stärker in die Höhe gebaut werden könnte. Weiter soll die Gemeinde oder der zuständige Regionalplanungsverband ernsthaft prüfen, ob innerhalb der Gemeinde oder der Region Auszonungen im gleichen Masse gemacht werden können.