Unzählige Plaketten, Pokale und Wanderpreise im Haus beweisen, dass die Hunde von Theres Jans besonders arbeitswillig sind und sie selbst über eine gute Portion Ehrgeiz verfügt. Mit ihrer jüngsten Hündin, der bald vierjährigen Nanya von der Bromen, gewann sie im letzten Herbst die Schweizer Meisterschaft der Sanitätshunde und wurde für diese Leistung von der Gemeinde Menziken am Neujahrsapéro geehrt. In den Jahren 2001 und 2002 holte sie mit Amor, einem Pudelpointer, sogar den Weltmeistertitel bei den Trümmer-Rettungshunden.

Ein Hund, der gerne arbeitet

Für die Menzikerin Theres Jans ist der Drahthaar-Vizsla der ideale Hund: «Er ist im Haus ruhig, haart nicht und arbeitet gerne.» Das Vertrauen ihrer drei Drahthaar-Vizslas ist die Grundlage für ihre Erfolge im Hundesport und bei Ernstfalleinsätzen. 1978 war Theres Jans auf der Suche nach einem Reitbegleithund auf den Drahthaar-Vizsla gestossen. Rasca zog bei ihr ein. Die Hündin war nicht nur im Sport erfolgreich, sondern begründete mit ihren fünf Würfen auch die Zucht «von der Bromen». Der Name leitet sich von der Bezeichnung des Grundstückes ab, auf welchem das Haus von Theres Jans steht. Mehrere Hunde besass sie seither, zurzeit leben drei bei ihr: Die 13-jährige Anuska, Marek von der Bromen, ein achtjähriger Rüde, und Nanya. Im April wird eine junge Hündin dazu kommen, die später in der Zucht eingesetzt werden soll.

«Man muss den Hunden Sicherheit geben, die Signale und Kommandos sollen ganz klar sein», sagt Jans. Auch die Körpersprache müsse stimmen. «Der Hund will keinen Fehler machen, deshalb liegt es am Hundeführer, früh genug zu reagieren.» Dazu brauche es jedoch ein gutes Gespür. Jans ist bestrebt, dieses auch den Besuchern ihrer Hundeschule zu vermitteln.

In ihrem Rudel ist Theres Jans die Anführerin, die Hunde stehen alle auf derselben Stufe. «Wenn ich mit einem arbeite, wissen die andern, dass sie jetzt grad nicht an der Reihe sind, und sie beschäftigen sich selbst, tollen herum oder schauen zu.» Dies hat auch den Vorteil, dass alle gewohnt sind, trotz Ablenkung konzentriert zu arbeiten. Dennoch sind die drei Hunde verschieden. Marek ist sehr verschmust und gerne nahe bei seiner Besitzerin, Nanya hingegen liebt die Freiheit und das Herumtollen, bei Anuska steht die Arbeit im Vordergrund.

Immer einsatzbereit

Theres Jans und ihre Hunde üben jedoch nicht nur für sportliche Erfolge, sondern stehen für Redog, eine gemeinnützige Freiwilligenorganisation, die den Einsatz von Geländesuch- und Trümmerhunden koordiniert, auch bei Ernstfällen zur Verfügung. Jans und ihre Hunde sind immer einsatzbereit, eine Tasche ist stets gepackt. Sie waren bei der Suche nach vermissten Personen in der Schweiz und im benachbarten Ausland im Einsatz, suchten Verschüttete nach Bergstürzen und Steinschlägen. Besonders in Erinnerung geblieben sind Theres Jans ihre Einsätze nach den Erdbeben in Armenien 1988 und in Taiwan 1999. Viele Tote hatten ihre Hunde dort gefunden, in Armenien war Duro dabei. In Taiwan Amor. «Wir hatten Angst vor Nachbeben, und es war hart, den Hund in die Trümmerfelder zu schicken und der Gefahr auszusetzen», erzählt Jans.