Reinach
Den Ausstellern der Wyna-Expo folgen jetzt die Bauarbeiter

Kaum ist die Wyna-Expo zu Ende, sind die Eishalle und das Umgelände geräumt, beginnen die Bauleute mit dem Aushub für die Erweiterung der Eishalle.

Peter Siegrist
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Neue Schaufeln, wie es sich für einen Spatenstich gehört. Schaufeln werden dann andere. Psi

Neue Schaufeln, wie es sich für einen Spatenstich gehört. Schaufeln werden dann andere. Psi

Peter Siegrist

Vor drei Tagen stand auf dem Platz vor der Reinacher Eishalle ein 28-Meter-Riesenrad, schlenderten Tausende von Expo-Besuchern um und durch die Halle. Jetzt steht ein Bagger am gleichen Ort. Sechs Männer sind auf das Gefährt gestiegen. Sie lachen, denn die vier nigelnagelneuen blauen Schaufeln verraten sie.

Sie schaufeln hier nicht, sie haben andere Aufgaben zu lösen im Rahmen der Sanierung der Eishalle. Gemeindeammann Martin Heiz, Vizeammann Bruno Rudolf, Architekt Bruno Burger, Betriebsleiter Peter Küng, Michael Dubach von der Bauverwaltung und Gartenbauer Hans Lang sind an dem rund drei Millionen Franken teuren Sanierungsprojekt beteiligt.

Reinach saniert und baut die Eisbahn für 2,8 Millionen aus

Im Jahr 2009 wurde in einer ersten Etappe die Dachkonstruktion der Kunsteisbahn Reinach saniert. Die bestehenden Dachträger wurden statisch verstärkt und mit Feuchteschutz behandelt. Bereits damals war klar, dass innert fünf Jahren die Fassade sowie das Dach saniert werden müssen. Zusätzlich wird der Einbau einer Entfeuchtungsanlage notwendig, damit die sanierten Holzträger nicht erneut von der Luftfeuchtigkeit beschädigt werden.
Im Rahmen der Sanierung werden auch die Garderoben auf den heuten gültigen Standard gebracht. So entsteht auf der Nordseite der Halle ein neuer Garderobenanbau mit vier Mannschafts- und einer Schiedsrichtergarderobe, Duschen und WC-Anlagen. Im Herbst 2011 hat die Budget-Gmeind den nötigen Planungskredit von 97 200 Franken bewilligt. Im Herbst 2012 folgte dann die Bewilligung des Baukredites von 2,8 Mio. Franken. Allein die Sanierung der Eishalle kostet 1,9 Mio. Franken. Gebaut wird in zwei Etappen. Das Garderobengebäude im Sommer 2013 und die Sanierung der Eishalle folgt dann im Sommer 2014. (psi)

Diese Sanierung sei ein überregionales Projekt, sagte Gemeindeammann Martin Heiz anlässlich des Spatenstichs. «Reinach ist als Zentrumsgemeinde einmal mehr federführend und wir wollen dafür sorgen, dass die Anlage auch gut genutzt wird.»

Heiz wies auf den Bezug zur Wyna-Expo hin. Ohne diese Halle und die private Tennishalle wäre diese Messe gar nicht möglich geworden.

Vizeammann Bruno Rudolf ist gleichzeitig Präsident der Eisbahngenossenschaft. Die Genossenschaft betreibt im Auftrag der Gemeinde Reinach die ganze Anlage. «Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht und wir die dringend nötigen Arbeiten vornehmen können.» In einer ersten Etappe werden die Garderoben erweitert.

Ein Bau in zwei Etappen

Bis zur Saisoneröffnung im Herbst soll das neue Garderobengebäude bezugbereit sein. Im Frühjahr-Sommer 2014 werden dann die Fassade und das Dach der Halle saniert. Mit einer zusätzlichen Entfeuchtungsanlage wird man der zu hohen Luftfeuchtigkeit Herr werden.

Betriebsleiter Peter Küng erwähnte, dass mit dem neuen Garderobenanbau wieder eine Infrastruktur vorhanden sei, die den heutigen Bedingungen für Hockeyaner und Eiskunstläufer entspreche. «So könnte auch grössere Sportanlässe durchgeführt werden.

Architekt Bruno Burger wies darauf hin, dass auch bei einem derart grossen Projekt bei den Kosten eine Limite einzuhalten sei. «Wichtig ist, dass wir die Kondenswasserbildung, welche die Balken schädigt, in den Griff bekommen.» Bestimmt werde aber aus Kostengründen auf einiges nur Wünschbares verzichtet werden müssen, so Burger.

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