Reinach

David siegt über Goliath: «Ich bin brutal glücklich»

Nick Alpiger kann den Siegerpreis «Zebrina» mit nach Hause nehmen.

Nick Alpiger kann den Siegerpreis «Zebrina» mit nach Hause nehmen.

Am Homberg-Schwinget hat sich Nick Alpiger im Duell David-gegen-Goliath gegen Patrick Räbmatter revanchiert.

Mit einem spektakulären Hüfter besiegte der 18-jährige Staufner im Schlussgang nach 65 Sekunden den 153-kg-Brocken aus Uerkheim. Eine Woche zuvor hatte der 98 kg schwere Jungspund in Ormalingen noch sang- und klanglos innert sechs Sekunden verloren.

«Ich studierte Räbmatter nicht speziell, sondern habe einfach geschwungen», erklärte der junge Homberg-Sieger seine «Taktik». Vor einer Woche habe er vor dem Schlussgang zuviel gegrübelt. «Heute bin ich lockerer an die Aufgabe heran gegangen und es hat geklappt. Schwingerisch war die entscheidende Aktion ein Leckerbissen für die 500 Zuschauer. Schwergewicht Räbmatter stellte Alpiger auf und setzte zu einem Kreuzgriff an. In diesem Augenblick konterte der Herausforderer mit einem dynamischen Gegenschwung. «Räbi», wie ihn die Schwingerfreunde rufen, verlor den Boden unter den Füssen und landete auf seinem breiten Rücken.

Nach einem Moment der Totenstille sprang Alpiger jubelnd in die Höhe, derweil das Publikum die Herkulesleistung mit herzhaftem Applaus quittierte. Als sich Räbmatter aufgerappelt und dem Sieger gratuliert hatte, hob er Alpiger spontan zur Siegerpose auf seine eigenen Schultern. «Das ist Fairness im Schwingsport», kommentierte der Speaker die Geste des Verlierers.

Als Alpiger wieder auf dem Boden stand, fand er kaum Worte für seinen Triumph. «Ich bin brutal glücklich», kommentierte er schliesslich seine Freude. Siegerrind «Zebrina» schien ebenfalls zufrieden zu sein mit dem neuen Besitzer und stellte sich geduldig den Siegerbildern. Alpiger wiederum genoss seinen ersten Tagessieg bei den Grossen und bot den Fotografierenden eine halbe Stunde Gelegenheit, ihn mit seinem Lebendpreis zu verewigen.

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