Ein nigelnagelneues Schulhaus, ein nigelnagelneues Verbindungsdach zur Turnhalle und ein ebensolcher Brunnen. Die Begeisterung war den Kindern anzusehen, stolz führten sie Eltern und Verwandte durch das neue Gebäude. Das alte blieb grösstenteils bestehen, wurde aber einer umfassenden Sanierung unterzogen. «Die Klassenzimmer sind gross genug», sagte Markus Goldenberger, Gemeinderat und Präsident der Baukommission, an der Einweihungsfeier. «Beim Bau des alten Schulhauses war die Schülerzahl in den Klassen noch höher.» Aber die Situation in den Gängen und Garderoben entsprach nicht mehr den Vorstellungen eines modernen Schulhauses. Deshalb wurden sie in Materialräume umfunktioniert, der Zugang zu den Zimmern erfolgt nun durch das neue Treppenhaus.

Ein Jahr lang funktionierte die Schule in Provisorien und Containern, vor rund drei Wochen konnte das neue Schulhaus bezogen werden. Rechtzeitig zum Wechsel auf sechs Primarschulklassen steht auch das zusätzliche Klassenzimmer bereit. Die für ein modernes Lehren und Lernen wichtigen Gruppenräume sind ebenfalls vorhanden. Festrednerin Monica Morgenthaler, Leiterin des Schulinspektorats und selbst Hirschthalerin, lobte die Weitsicht der Gemeinde. «Die richtigen Rahmenbedingungen und guter Schulraum sind wichtig.»

Altes Schulhaus bleibt erhalten

Wichtig war auch die Erhaltung des alten Gebäudes. «Das bestehende Schulhaus mit seinem Türmchen ist ein Hirschthaler Wahrzeichen», sagte Gemeinderat Markus Goldenberger. Dieses durfte nicht verloren gehen. Dank der frühzeitigen Planung konnte ein alle Seiten zufriedenstellendes Projekt realisiert werden. Es blieb sogar Zeit, während der Planungsphase die Ausrichtung der Holzlamellen der Aussenfassade von vertikal auf horizontal zu wechseln. Alt und Neu fügen sich funktional und architektonisch zu einem gelungenen Ganzen zusammen.

Aber nicht nur die Architektur ist modern, sondern auch die Technik in den Klassenzimmern. Zwar gibt es die altbekannten Kreide-Wandtafeln noch, klappt man diese allerdings auf, so kommt dahinter ein Bildschirm zum Vorschein, auf welchen die Lehrerin nicht nur eine Powerpoint-Präsentation projizieren, sondern mit Stiften oder gar mit den Fingern beschreiben kann. Das Tafelwischen am Ende der Schulstunde entfällt somit: Das erledigt ein Knopfdruck am Computer.