Zetzwil
Das Sommerfest ermöglicht Kindern neue Begegnungen

Die Stiftung Schürmatt feierte ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Jubiläums-Sommerfest, das auch half, Distanzen zu überwinden.

Sibylle Haltiner
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Riesenseifenblasen schillern in der Sonne besonders schön
13 Bilder
Rebecca (links) und Cheryl verkaufen selbst gebackenen Kuchen
Mit Magnetangeln ziehen die Kinder Fische aus dem Teich
Kunterbunt wie das ganze Fest
Kunst auf der Wiese
Konzentriert bearbeiten die Kinder den Speckstein
Die Spiele sind auch für die Zuschauer spannend
Ein Schmetterling entsteht
Diese frechen Vögel sind im Atelier der Schürmatt entstanden
Das 50-Jahr-Jubiläum begleitet die Festbesucher auf Schritt und Tritt
Die Festbahn fährt die Besucher an die verschiedenen Orte des Festgeländes
Zetzwil Sommerfest
Der Zitronencake hat ein interessantes Innenleben

Riesenseifenblasen schillern in der Sonne besonders schön

Sibylle Haltiner

Rebecca und Cheryl haben gebacken: Rüeblikuchen, Gugelhopf und Zitronencake mit blauem Innenleben. Verkauft haben sie die Köstlichkeiten, die sie zusammen mit ihren Klassenkameraden kreiert haben, am Jubiläums-Sommerfest der Schürmatt, wo die beiden die Schule besuchen. «Es macht Spass», erklärte die 14-jährige Rebecca. «Zwar ist es anstrengend, Kuchen herauszugeben und Geld einzukassieren, aber es ist alles gut gegangen.»

Wie jedes Sommerfest war auch der Jubiläumsanlass zum 50-jährigen Bestehen der Schürmatt ein richtiges Volksfest. Gar 100 Jahre alt war das Karussell. Es begeisterte Kinder, die damit fuhren, ebenso wie die Eltern, die ihnen zuwinkten. Die Besucher konnten sich bei verschiedensten Aktivitäten vergnügen: Spiele wie Kegeln und Fischen forderten die Geschicklichkeit heraus, eine Disco lud zum Tanzen ein.

Nicht nur in der Backstube hatten sich die Klienten der Schürmatt fleissig auf das Jubiläums-Sommerfest vorbereitet. In den Ateliers waren Gebrauchs- und Dekorationsgegenstände entstanden, die am Samstag verkauft wurden, und Kunst mit Bezug zur Zahl 50 schmückte das Gelände. 330 Mitarbeitende standen im Einsatz, um allen Besuchern einen angenehmen Aufenthalt zu bieten. Das Sommerfest ist auch immer ein Begegnungsort für Menschen mit und ohne Behinderung.

«Es ist ein unkomplizierter Anlassen, an welchem die Öffentlichkeit sieht, was wir alles machen, wie hier gelebt und gearbeitet wird», erklärte Werner Sprenger, Direktor der Schürmatt. «Wir können dadurch Distanzen überwinden.» Die Spielangebote richteten sich ganz bewusst vor allem an Kinder. «Sie haben keine Probleme, behinderten Menschen zu begegnen», hielt Sprenger fest.