Schöftland
Das Schloss Rued in den Klauen des Bösen

Der idyllische Ort von Schloss Rued hat seine Unschuld verloren. Wenigstens im Horrorfilm «One Way Trip», der im und ums Schloss gedreht wurde. Bevor der Film heute in den Kinos startet, präsentierte ihn das Schöftler Cinema 8 in einer Vorpremiere.

Peter Siegrist
Drucken
Teilen
Die unheimliche Stimmung auf Schloss Rued ist wie geschaffen für einen Horrorfilm. peter siegrist

Die unheimliche Stimmung auf Schloss Rued ist wie geschaffen für einen Horrorfilm. peter siegrist

Markus Welter, Regisseur der Horrorgeschichte, stellte sich den Zuschauern mit Schauspielern Aaron Hitz und Matthias Britschgi, dem Produzenten Valentin Greutert und dem Requisiteur Urs Beutler vor. Bevor der Film abgespielt wurde, plauderten die Filmleute aus dem Nähkästchen und beantworteten Fragen. «Ein Horrorfilm ist beim Filmen auf dem Set lustig und macht dann Angst beim Zuschauen», erklärte Welter.

Die vielen Zuschauer aus dem Ruedertal, die teilweise auch die Dreharbeiten besucht hatten, hörten, dass ihr Schloss gleich zu Beginn die erste Location gewesen war, dass sogar das Drehbuch dafür angepasst wurde.

Vor einem Jahr begannen die Dreharbeiten. Die meisten Innen- und Aussenszenen wurden beim Schloss gedreht. «Wir haben 31 Tage nachts gefilmt», erklärte Welter. Das Filmen in Real-3-D-Technik, eine schweizerische Pionierleistung, lasse es nicht zu, Nachtszenen tagsüber zu drehen. Licht, Kulissen, Kamerabewegungen müssten den Bedingungen des 3-D-Films angepasst werden. «Sonst verfehlen wir den optischen Tiefeneffekt», sagt Welter.

Gespannt sassen die Zuschauer in den weichen Sesseln und harrten der unheimlichen Dinge, die da angekündigt waren. Zu viel versprochen hat Regisseur Welter nicht, als er dem az-Journalisten erzählte, wie er die Schauspieler zu Höchstleistungen motivierte. So habe etwa der Dreh einer Szene mit einer Axt oder der Sturz von der Dachrinne die Darstellerinnen selbst psychisch äusserst gefordert. Die 3-D-Technik bewirkt, dass sich die Zuschauer mitten im Geschehen fühlen. Da starrt man gebannt auf eine Tür, ahnt, was geschieht; die wird aufgestossen und man schaut einer Person ins verzerrte Gesicht, weil sie offensichtlich etwas Grässliches erkennt.

Als Zuschauer wird man hineingezogen. Bild, Ton und Musik tragen die Handlung vorwärts und es gelingt den Filmemachern, die unheimliche Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten, ja noch zu steigern.

«One Way Trip» enthält alle Elemente dieses Genres, eines Slasher-Films: Eine Gruppe jugendlicher Protagonisten, die sich aufmachen, um ein Wochenende voller Spass zu erleben. Und dann kommt alles anders. Sie schlucken halluzinogene Pilze und erleben statt eines wunderbaren Trips den wahren Horrortrip. Angst und Schrecken, Blut und Schreie gehören da zu jeder Szene.

Wer einmal im Kino sitzt, kann sich dem Geschehen auf der Leinwand kaum entziehen, er muss die Spannung bis zur letzten Szene aushalten. Da ist es gut zu wissen, Horrorfilme sind Geschmacksache und alle gehen freiwillig hin.

Aktuelle Nachrichten