Oben auf der Egg, bei der Schulanlage Husmatt, ist es gestrandet: das Schiffswrack des Gontenschwiler Piratenspielplatzes. Seit 2003 befindet es sich dort. Genauso lange gibt es den über die Gemeindegrenze hinaus bekannten Spielplatz. Jetzt muss das Schiff inklusive Kletterparcours ersetzt werden, es ist morsch geworden.

Für den Ersatz rechnet der Gemeinderat mit 53 000 Franken, 4500 Franken sind für die Vorbereitungsarbeiten geplant, die Gmeind soll am 23. November einen Bruttokredit von 60 000 Franken sprechen. Auch die übrigen Spielgeräte des «naturnahen Spielplatzes» würden Alterserscheinungen zeigen, eine Erneuerung sei ebenfalls erstrebenswert, schreibt der Gemeinderat.

Vorläufig wird mit dem Ersatz der Seilbahn, der Doppelseilschaukel sowie der Sitzbänke noch zugewartet. Diese sollen im Rahmen des normalen Unterhalts instand gestellt werden.

Eine fairere Berechnung gefragt

Nachforderungen zu Abwasserbenützungsgebühren für die Jahre 2016 und 2017 haben in Gontenschwil im Laufe dieses Jahres für Diskussionen gesorgt. Betroffen sind Haushalte mit privater Wasserversorgung. Diese bezahlen pro Jahr einen Pauschalbetrag von 600 Franken pro Haushalt, gerechnet wird mit 150 Kubikmetern Durchschnittsverbrauch.

Egal ob Ein-, Zwei- oder Vierpersonenhaushalt. Obwohl die Gemeinde die an der Wintergmeind beschlossene Tariferhöhung dem beauftragten Rechnungssteller mitgeteilt hat, ist die Anpassung für die letzten zwei Jahre vergessen gegangen. Diese wurden nun in Rechnung gestellt. Was bisher mit 300 Franken pro Jahr zu Buche schlug, kostet nun doppelt so viel.

Das schmerzt vor allem Bewohner kleiner Haushalte. Verschiedene Personen sind auf den Gemeinderat zugegangen. Jetzt will er der jeweiligen Haushaltsgrösse besser Rechnung tragen und den Durchschnittsverbrauch an die jeweilige Personenzahl anpassen. Die Reglementsanpassung soll rückwirkend per 1. Januar 2018 gelten und hat zur Folge, dass die Gemeinde jährlich 25 000 Franken weniger an Abwasserbenützungsgebühren einnimmt.

Der Steuerfuss bleibt gleich

Gontenschwil budgetiert bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 112 Prozent mit einem Aufwandüberschuss von 74 960 Franken. (MEI)