Uerkheim
«Das Risiko eines Fusion-Fiaskos ist relativ klein»

Der Stadtrat Zofingen und der Gemeinderat Uerkheim luden zur letzten Info-Veranstaltung im Hinblick auf den Urnengang zur Fusion vom 20. Januar ein. Das Interesse war gering. Die Meinungen zur Fusion scheinen bereits gemacht zu sein.

Kurt Blum
Merken
Drucken
Teilen
Kommt es zur Fusion von Uerkheim mit Zofingen?

Kommt es zur Fusion von Uerkheim mit Zofingen?

Das Gespräch an der Infoveranstaltung des Stadtrates Zofingen und des Gemeinderats Uerkheim drehte sich um zwei Punkte: einerseits um die Frage, ob vonseiten der beiden Behörden bezüglich der Chancen und der Risiken wirklich fach- und sachgerecht informiert worden ist, anderseits um die Finanzen. Aus der Mitte wurde darauf hingewiesen, dass in der Botschaft an den Souverän der Zofinger Stadtrat neun Chancen und der Uerkner Gemeinderat deren acht auflisten, während beide Behörden gemeinsam nur ein einziges Risiko sehen: «Das finanzielle Risiko besteht in einem Ausbleiben der erwarteten positiven Entwicklung der zusammengeschlossenen Gemeinde.»

Keine Prognose ist unfehlbar

Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger wies darauf hin, dass die Abklärungen sehr umfassend erfolgt seien, und wer sich die Mühe genommen habe, sei auf umfangreiche Unterlagen gestossen, die erschöpfend Auskunft geben würden. Es könne keine Rede davon sein, man habe Risiken unterschlagen. Die beiden Räte hätten ihre Verantwortung wahrgenommen und seien dabei zum Schluss gekommen, dass das Risiko eines möglichen Fiaskos relativ klein sei, unter dem Vorbehalt, dass jede Prognose letztlich nicht unfehlbar sei.

Dass Zentrumsgemeinden, die mit der Lösung bedeutender Infrastrukturaufgaben auch den umliegenden Gemeinden dienen würden, auf ein entsprechendes Steuersubstrat angewiesen seien, dürfte unbestritten sein. Im Fall Zofingen liege dieses Substrat zurzeit jedoch nicht dort, wo es liegen sollte, und deshalb sei es mehr als nur legitim, wenn Umschau gehalten werde, wie dieses verbessert werden könne. Der Zusammenschluss von Uerkheim mit Zofingen zeige diesbezüglich gute Perspektiven.

Zur Diskussion kam schliesslich auch noch der Finanzausgleich. Es könne und dürfe nicht sein, dass Gemeinden auf Kosten anderer Gemeinde künstlich am Leben erhalten würden, gab Hottiger zu bedenken. Der Finanzausgleich in der jetzigen Form müsse grundsätzlich hinterfragt werden.