Unterkulm
Das Pumpwerk ist das Herzstück des Massnahmenplans

Die Gemeinde hat ein neues Wasserversorgungsprojekt ausarbeiten lassen. Es nimmt Rücksicht auf das wachsende Dorf.

Rahel Plüss
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Das Grundwasserpumpwerk «Hueb» liegt im Siedlunglungsgebiet. An der nächsten Gemeindeversammlung im Herbst will der Gemeinderat einen Kredit für Probebohrungen beantragen. Sie sollen klären, ob alternative Standorte für ein Pumpwerk ausserhalb der Siedlung ergiebig genug sind.

Das Grundwasserpumpwerk «Hueb» liegt im Siedlunglungsgebiet. An der nächsten Gemeindeversammlung im Herbst will der Gemeinderat einen Kredit für Probebohrungen beantragen. Sie sollen klären, ob alternative Standorte für ein Pumpwerk ausserhalb der Siedlung ergiebig genug sind.

Peter Siegrist

Um für das Dorf auch in Zukunft eine gute Wasserversorgung sicherstellen zu können, hat der Gemeinderat Unterkulm ein neues Generelles Wasserversorgungsprojekt (GWP) ausarbeiten lassen. Herausgekommen ist ein rund 100-seitiges Werk, das den veränderten Begebenheiten in der wachsenden Gemeinde, aber auch den neuen Anforderungen an das Lebensmittel- oder das Gewässerschutzgesetz Rechnung trägt. «Der Bericht kommt zum Schluss, dass die Anlagen den heutigen Anforderungen entsprechen und gut unterhalten sind», sagt Gemeindeschreiber Beat Baumann. Im Bereich des Löschschutzes, der Betriebs- und Versorgungssicherheit und der langfristigen Wasserbeschaffung seien wichtige Massnahmen zu treffen. Eine davon ist die Sicherstellung eines funktionierenden Grundwasserpumpwerkes und die Ausscheidung einer Schutzzone.

Damit trifft der Bericht ins Schwarze. «Das Grundwasserpumpwerk ist das Herz der Wasserversorgung», sagt Baumann. Es sei deshalb auch zentrales Element in der Massnahmenplanung. Grundwasser werde immer dann gepumpt, wenn die Quellen nicht «hinterherkämen», sprich, nicht genügend Wasser lieferten. Der Haken: Die Betriebskonzession für das einzige Unterkulmer Grundwasserpumpwerk «Hueb» ist abgelaufen, kann aber nicht erneuert werden, ohne die Schutzzonen auszudehnen. Dies ist jedoch schwierig, weil das Pumpwerk mitten im Siedlungsgebiet liegt (die az berichtete). An der nächsten Gemeindeversammlung im Herbst will der Gemeinderat darum einen Kredit für Probebohrungen beantragen. Sie sollen klären, ob alternative Standorte für ein Pumpwerk ausserhalb der Siedlung ergiebig genug sind.

Ferner besagt der Bericht, dass der laufenden Erneuerung von alten Wasserleitungen Beachtung geschenkt werden müsse. Rund 33 Prozent des Leitungsnetzes seien über 60 Jahre alt, so Baumann. «Dank der in den vergangenen Jahren eingebauten Logger-Systeme können Leckstellen nun genauer und schneller festgestellt werden.» Dies zeige sich an den tiefen Netzverlusten von rund 10 Prozent der Wassergewinnung.