Ein knappes Jahr ist es her, als Gemeinderat Daniel Wehrli ein persönliches Highlight erleben durfte. Anlässlich des Spatenstichs zum neuen Schöftler Schulzentrum durfte der Hochbauvorsteher Bagger fahren. «Da fühlt man sich fast wieder wie im Sandkasten», sagte er am Donnerstagabend den versammelten Handwerkern, die im letzen Jahr den Rohbau des künftigen Schul-Verwaltungsgebäudes erstellt hatten. Gefeiert wurde die Aufrichte des 6,7-Millionen-Baus, in dem künftig Schulsekretariat, Schulpflege, Lehrerzimmer und Mittagstisch untergebracht sind. Damit werden in den Schulhäusern Räume frei, wo neu unterrichtet werden kann.

«Ich bin sicher, dass die Schule mit diesem Bau gerüstet ist, um den wachsenden Bedürfnissen nachzukommen», sagte Wehrli den versammelten Gästen. Damit sprach er unter anderem die baldige Integration der Kreisschule Oberstufe oberes Suhrental (KOOS) in die Schule Schöftland an, durch die Sek- und Realschüler aus sechs weiteren Gemeinden nach Schöftland zur Schule gehen werden. Zwar war die Zusammenlegung der Oberstufe bei der Planung des Neubaus noch kein Thema – durch die neue Situation bekommt er aber zusätzliche Bedeutung. Frei werden auch die Lehrerzimmer der drei Schulhäuser, dafür erhalten die 90 Lehrpersonen im neuen Schulzentrum ein einziges, grosses Sitzungs- und Pausenzimmer.

Nun geht es an den Innenausbau

Damit das Schulzentrum Ende Juni gebührend eingeweiht werden kann, wurde das Jugendfest von 2018 auf 2019 verschoben, um die Feiern zusammenzulegen. Wie viele Hände an diesem Grossprojekt mitwirken, wurde am prall gefüllten Erdgeschoss ersichtlich, das für die Feier zum Esssaal umfunktioniert wurde und wo später in einem Teil der Mittagstisch (auch eine Küche ist vorhanden) sein wird.

Die Gestaltung als Holzbau lässt einen in einem Bergchalet wähnen, würde man nicht vom Blick auf die Schöftler Dorfstrasse eines Besseren belehrt. «Für das Gebäude verwenden wir zu 90 Prozent Schweizer Holz», sagt Wehrli. Zwar ist bei der grauen Aussenfassade erst auf den zweiten Blick erkennbar, dass sie auch aus Holz ist. «Die Fassade ist vorvergraut, weil beim natürlichen Nachdunkeln durch die Sonne kein einheitliches Braun, sondern hellere und dunklere Stellen entstehen», so Wehrli. Auch würde diejenige Seite, die im Schatten des Bezirksschulhauses steht, viel weniger von der Sonne nachgedunkelt. All das würde der Ästhetik schaden. Durch die künstliche Vorvergrauung besteht diese Gefahr nicht. Sämtliches Holz der Fassade stammt überdies aus der näheren Umgebung - teilweise «gefällt» vom Sturm Burglind.

Nach der Feier ist vor dem nächsten Arbeitsschritt. Nun geht es an den Innenausbau, danach an die Umgebungsarbeiten. Zwischen dem neuen Schulzentrum und der Bibliothek entsteht zudem ein Begegnungsplatz für die Schöftler.