Uerkheim
Das neue Regenrückhalte-Becken wird grösstenteils unterirdisch gebaut

Das Regendurchlaufbecken wird bei der alten Kläranlage gebaut. Hier soll auch das neue Bauamt hinkommen. Doch der Kanton klemmt.

Barbara Vogt
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Die Helme dienten für einmal auch zum Schutz vor Schnee.

Die Helme dienten für einmal auch zum Schutz vor Schnee.

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Vor und nach dem Spatenstich zum Regendurchlaufbecken bei der ehemaligen Kläranlage schien die Sonne. Doch just, als die Männer die Schaufel zum obligaten Bild hoben, fielen dichte Schneeflocken vom Himmel.

Auch die Planung erfolgte nicht nur bei Sonnenschein: 2009, nachdem die Gemeindeversammlung 1,3 Millionen Franken für das Regenrückhaltebecken bewilligt hatte, machte sich der Gemeinderat auf die Suche nach einem Planer. Mit dem ersten Ingenieurbüro kam man nicht weiter. Mit dem zweiten, dem Büro Kost und Partner AG aus Sursee, klappte es.

Projektleiter Reto Heer stellte das Projekt gestern vor: Das Regenrückhaltebecken umfasst ein Rückstauvolumen von 400 Kubikmetern. Es speichert künftig grössere Mengen Niederschlagwasser.

Jetzt gelangt viel Wasser in die Uerke, da die neue Pumpleitung für das Abwasser höchstens 40 Liter Wasser pro Sekunde auffangen kann. Seit 2009 die Kläranlage Uerkheim stillgelegt wurde, fliesst das Abwasser mittels Druckleitung nach Kölliken.

Das neue Regenrückhaltebecken wird grösstenteils unterirdisch gebaut. Weil der Grundwasserspiegel bei der Kläranlage hoch ist, werden zur Abdichtung zusätzliche Spundwände eingebaut, sagt der Projektleiter. Das Bauwerk soll vor der kommenden Fasnacht fertig erstellt sein.

Die alten Becken der Kläranlage will die Gemeinde erst einmal stehen lassen. Die Behörde liebäugelt aber damit, das Gelände für ein neues Bauamt zu verwenden. Was nicht einfach ist: Einerseits fällt das Grundstück auf Kölliker Boden, andererseits liegt es in der Landwirtschaftszone.

Der Kanton sei nicht bereit, das Land umzuzonen, sagt Gemeindeammann Markus Gabriel. Die Gemeinde wagt aber nochmals einen Vorstoss beim Kanton. Gabriel zufolge würde sich die ehemalige ARA für ein Bauamt eignen: «Infrastrukturen wie Werkstatt und Toiletten sind bereits vorhanden.»

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