Reinach
Das neue Programm im Saalbau ist breit abgesteckt

Der Reinacher Saalbau hält Rückschau auf eine schwache Saison 2011/2012 und präsentiert das neue Programm. Man will sich nicht entmutigen lassen und geht mit voller Kraft vorwärts. Etwa mit Hanspeter Müller-Drossaart.

Peter Siegrist
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Saalbaukommission: Markus Peter, Silvia Reidy, Brigitte Schwendener und Ruedi Hug (v.l.)

Saalbaukommission: Markus Peter, Silvia Reidy, Brigitte Schwendener und Ruedi Hug (v.l.)

Peter Siegrist

Die Saalbaukommission resümierte vor den Medien die Saison 2011/2012. «An 127 Tagen fand im Saalbau Reinach ein Anlass statt», erklärte Ruedi Hug. Vorträge, Versammlungen, Kurse, Konferenzen und private Feiern belegen dabei den Löwenanteil. Hier tritt die Saalbaukommission lediglich als Koordinatorin auf.

Auf dem Spielplan 2011/12 standen 25 Veranstaltungen. Ein Angebot aus der ganzen Breite des Bühnenschaffens, von Musik, Comedy, Oper, Schauspiel und Artistik. Ruedi Hug: «Wir starteten zuversichtlich in die neue Saison, wir hatten so viele Abos verkauft wie noch nie, total 600.» Dann folgte allerdings die Ernüchterung. Total 6700 Personen besuchten eine Vorstellung im Saalbau. «Das sind 1500 Personen weniger als in den Vorjahren üblich», erklärte Hug.

Nach 20 Jahren ein neues Logo.

Nach 20 Jahren ein neues Logo.

Die Auslastung betrug im Schnitt nur 50 Prozent und lag um 20 Prozent tiefer als im Vorjahr. «Woran es liegt, wissen wir nicht», erklärt Hug, «unserer Meinung nach präsentierten wir ein gutes, vielseitiges Programm.» Dabei hatten sie auch nicht weitherum bekannte Künstler verpflichtet, sagt Hug. Schlecht besucht seien die beiden Schauspielabende gewesen. Auslastungen von 30 Prozent, das sei enttäuschend.

Auf der sicheren Seite sei man mit Comedy-Aufführungen, da sei der Saal praktisch ausverkauft, so Hug.

Mit voller Kraft ins 2012/13

Brigitte Schwendener stellte das neue Saisonprogramm vor. «Wir lassen uns nicht entmutigen und bleiben unserem Leitsatz «Kultur für alle» auch in der kommenden Saison treu. Der Saalbau wolle ein breites Publikum ansprechen mit Musik, Theater, Tanz und Comedy. «Wir setzen bewusst nicht aufgrund der sicheren hohen Auslastung einseitig auf Comedy.»

Schwendener präsentierte ein vielfältiges Programm, das dem neuen, aufgefrischten Logo alle Ehre macht.

Den Saisonauftakt macht Hanspeter Müller-Drossaart mit «Menu 3». Ihm folgen, um ein paar Produktionen zu nennen, Marco Rima, Marc Pircher mit Band, das Kriminal Theater Berlin, Jörg Schneider, das Aargauer Symphonie-Orchester mit der Flötistin Maria Goldschmidt. Weiter stehen Simon Enzler, Ursus und Nadeschkin, Jörg Schneider und Susanne Kunz auf der Bühne.

23 Vorstellungen sind geplant für die Zeit vom 19. Oktober bis zum 27. April 2013 (Saalbaustadl).

Pro Saison wendet der Saalbau rund 180000 bis 200000 Franken auf, für Gagen und Nebenkosten. Ein hoher Betrag, und trotzdem will der Saalbau die Eintrittspreise auf dem Niveau von 25 bis maximal 60 Franken stehen lassen. Dank Sponsoren, Beiträgen des Kuratoriums und der Gemeinde ist dies auch möglich. Die schlechte Saison 2011/12 habe keine Auswirkung auf das neue Programm.

Vorverkauf beginnt am 27. August
www.saalbau-reinach.ch