Menziken
Das Mutterschiff-Openair ist das Festival der Heimkehrer

Zum 10. Geburtstag des Mutterschiff-Open-Airs wird das Gelände komplett umgestaltet. Und das Aufbauen, da sind sich die Macher einig, ist fast ebenso schön wie das Festival selber.

Aline Wüst
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Die neue kleine Bühne am Open Air Mutterschiff
5 Bilder
Auch das Mutterschiff-Eingangstor steht schon bereit
Zum 10. Geburtstag des Mutterschiff-Open-Airs wird das Gelände komplett umgestaltet
Blick aufs Gelände des Festivals
Wo früher die Hauptbühne war, ist dieses Jahr eine Bar

Die neue kleine Bühne am Open Air Mutterschiff

Aline Wüst

Man raunt es sich zu in den Strassen und Cafés von Aarau, Zürich und Bern: «Am Wochenende ist Mutterschiff.» Verstehen tut das nur, wer einst im Oberwynental wohnte. Es heisst so viel wie am Wochenende kehrt man zurück in die alte Heimat. Wer nicht kommt, der braucht eine Ausrede, und zwar eine gute.
Doch die meisten ausgewanderten Oberwynentaler brauchen keine Ausrede. Es ist ein alljährliches Ritual, sich fürs Mutterschiff-Open-Air in die WSB nach Menziken zu setzten und vom Bahnhof die paar Schritte zum Gelände zu gehen.
Darum ist das Mutterschiff immer auch ein Festival der Heimkehrer. Ein Festival, an dem viele bis in die Nacht tanzen und dann in ihren Kinderbetten schlafen. Weil irgendwann kein Zug mehr aus dem Tal fährt und weil man am nächsten Morgen mit den Eltern frühstückt. Das kleine Open Air wird aber auch als Festival für die ganze Familie beschrieben. Und ist es auch tatsächlich.
Es ist nun mit seinem zehnjährigen Bestehen auch das Open Air, an das die Mutterschiff-Erfinder bereits ihre eigenen Kinder mitbringen. Zum Beispiel Stefan Jablonski, der Reinacher, der heute in Aarau wohnt. Er war es, der mit ein paar anderen jungen Oberwynentalern fand, dass das kulturelle Angebot im Wynental zu bescheiden sei.

So entstand die Idee vom Mutterschiff-Open-Air. Eigentlich als ganz normales Festival auf einer Wiese geplant, war schnell klar, dass das viel zu aufwendig ist. Stattdessen wurden die Initianten mitten im Dorf auf dem Areal der Baufirma Herzog in Menziken fündig. Inhaber Christoph Herzog war sofort begeistert.
Das Aufbauen ist Höhepunkt
Seit Montag bauen aktuelle und ehemalige Oberwynentaler Bühnen und Bars. Zum zehnten Geburtstag wird das Gelände komplett umgestaltet. Aber das Aufbauen, da sind sich die Macher einig, ist fast ebenso schön wie das Festival selber. Für einige sogar definitiv das grössere Highlight als die Konzerte. Für alle, die lieber mittanzen statt mitbauen, bietet das Festival aber auch dieses Jahr ein abwechslungsreiches musikalisches Programm.
Und wer ganz genau wissen will, wer während der vergangenen Jahre nie fehlte, kann sich an der Fotoausstellung auf Spurensuche begeben.

Freitag 28.7: 19.00 Too Loud For Gregor , 20.15 Mini-Slam, Vorrunde, 21.15 Aloan, 23.30 Mini-Slam, Final, 00.15 Palkomuski

Samstag 29.7: 16.00 Kinderprogramm, 18.00 Stranded Heroes, 19.00 Trionettli, 20.00 Carrousel, 21.15 Crazy Pony, 22.15 Dabu Fantastic

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